Teil eines Werkes 
Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
Entstehung
Seite
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10. Ferula Sumbul ( Kaufm.) Hook.

aus dem Südosten von Samarkand und F. stiaveolcns Aitsch & Hansl. aus Korassan sind die Stammpflanzen der nach Moschus duftenden Sumbul- wurzeln, die als Medikament von Persien nach Bombay gesandt werden und wohl auch gelegentlich nach Zanzibar kommen.

Die Ferula communis L., ferla der Italiener, cleka der Araber aus dem Mittelmeergebiet, kana und kalk des Ibn-Batuta, spielte bekanntlich im Alter­tum eine große Rolle, Prometheus soll in den hohlen Stengeln dieser Pflanze den Menschen das Feuer gebracht haben, man machte aus den Stengeln der Narthex Büchschen für Salben usw. Und heute fertigt der Sicilianer und Tunesier allerhand Hausgerät daraus an.

11. Liquidamber orientalis Miller.

Der Storax-Baum wächst nur im südlichen Teil von Kleinasien und in Nordsyrien. Aus seiner Rinde wird der Storax-Balsam gewonnen und heute an­scheinend besonders über Triest verschifft. Er wurde früher und wird noch heute nach dem Osten gesandt, Indien und China scheinen wichtige Abnehmer dafür zu sein. In China soll die Drogue nach Hirth (Glaser, Geographie, S. 363) su-ho genannt werden, und vielleicht soll ein Teil der nach China importierten Mengen von Altingia excclsa, einem Baume von Java, stammen, der den merk­würdigen Namen » rose-maloe « führt.

Nun wissen wir, daß schon im grauen Altertum storax, storache durch das Rote Meer und den persischen Golf nach dem Osten gebracht wurde. Der Periplus erwähnt ihn als Einfuhrartikel nach Barygaza in Nordindien. Es ist wahrscheinlich, daß zwar auch der erwähnte »flüssige« Storax damit gemeint wurde, besonders aber wird es das feste Produkt einer anderen Pflanze, nämlich von Styrax officinalis L. gewesen sein, die als kleiner Baum heute noch im östlichen Mittelmeergebiet vorkommt, von der aber kein Harz mehr gewonnen wird, wohl weil man die Bäume nicht genügend groß werden läßt. Früher soll diese Sorte besonders von Isaurien (Süd-Kleinasien), aber auch von Sizilien, Pantel- laria usw. gekommen sein.

Weil der Styrax ein Produkt war, das von Syrien usw. schon in sehr alter Zeit in Arabien, Persien und Indien eingeführt wurde, ist er für uns von handels­geschichtlichem Interesse. Außerdem dadurch, daß nach Glasers Meinung (Geographie, S. 363) es Holz von Styrax gewesen sein soll, das als almuggim durch die Schiffe Salomos und Hirams aus »Ophir« geholt wurde. Glaser glaubt, daß dies Holz mit dem um- Holz identisch sei, das von den Sabäern als Tribut an die assyrischen Herrscher geliefert wurde. Aus dem almuggim soll man Stützen und Geländer am Salomo-Tempel gemacht haben. Dann soll ein algummim ge-

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