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Namen usfiak. (Persisch-arabisch (w)uschschaq — Ammoniak, daher wohl feshuk und die persischen Formen).
Heute sollen die Araber Jcshuk, die Perser oshak, osbak, assach, eshak, ush- ak, kaudal, kämak, simugh-teratces, simugh-b'us-shinn, katil-nafshi sagen, die Indier astrak, in Bocharä kaudal, die Afghanen kandal-kema , die Kirgisen bal-hirai (Honig-rohr).
Ich vermute, daß das Harz auch nach Zanzibar von Bombay aus kommt.
Bei Caesar & Loretz in Halle kostet im Kleinhandel der Doppelzentnei 200 Mark, in London im Oktober 1907 25'—60 sh pro ctw. im großen.
Afrikanisches Ammoniak-Harz wird von Marokko (Mazagan und Mogador) ausgeführt. Es stammt von Fcrula ti ngita na L., die nach Bois sie r in Nordafrika, Palästina, Syrien und Chios wächst. Wahrscheinlich stammte das am- nioniacum der Alten, das von der Oase des Jupiter Ammon kam, von dieser Pflanze.
8. Ferula Asa-foetida L.
und verwandte Arten geben aus ihren Wurzel das als Asa-foetida bekannte Gummiharz. Nach den Angaben von Drude in Engler’s »Pflanzenfamilien« sind es folgende Pflanzen, von denen die Drogue kommt:
F. Asa-foetida L. aus den Stein-und Salzwüsten von Persien, Afghanistan, Herat.
F. foetida Rgl. vom arolo-kaspischen Wüstengebiet, vom Syr-Darja bis Persien, in der Bucharei sassyk-kurai, sassyk-kawar genannt.
F. Narthex Boiss. aus dem Hussorah-Tal am oberen Indus.
F. alliacea Boiss. im nördlichen und östlichen Persien, in Kerman yende buy.
F.pcrsica Willd. von Nordpersien, Transkaukasien, Ghilan, Naikitschewan, sie soll persisch woija heißen und als Viehfutter dienen.*)
Mit Ausnahme der letzten zwei Arten, die kleiner, sind alle bis drei Meter Höhe erreichende, riesige Umbelliferen, etwa vom Wuchs der süditalienischen ferla. Aus künstlichen Verwundungen der Wurzeln läuft, nach dem Abwelken der Blätter, ein weißlicher Milchsaft aus, der zu dem braunen »Teufelsdreck« erhärtet. Bei uns in Europa wird diese Drogue zu Genußzwecken wohl kaum noch benützt und auch nur selten in der Medizin. Aber vor noch nicht zu langer Zeit galt dies Harz z. B. als notwendig zu jedem Hammelbraten, auch in Deutschland: vor dem man das Fleisch auflegte, ward auf den erwärmten Zinnteller ein Kreuz mit dem Harz gemacht. In Rußland soll man es noch jetzt viel verwenden. Ein fast tägliches Gewürz aber ist es in Indien, wo es z. B.
*) Man behauptete früher, daß von dieser Art das sageftenum gewonnen würde, arabisch sugbinuj, Bombay eesus, persisch-griechisch sugafiun, Hindustan kundcl, doch ist dies recht unsicher. Andere behaupten, es käme von F. Scowitziana D. C. dem sakbinatsch der I erser, Turkestaner und Indier. Es soll aus den Gebirgen in Luristan, in Tschähan Malles kommen und in Bombay erhältlich sein; es kommt schon bei Dioscorides vor.