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5. Commiphora abyssinica (Berg) Engler und verwandte Arten.
Nach neueren Untersuchungen (besonders von Schweinfurth und Def- lers) ist anzunehmen, daß die Myrrhe nicht, wie man früher glaubte, von der 1825 von Ehrenberg gegenüber den Farsan-Inseln gesammelten C. Myrrha (Nees) Engl. ( uggc) der südarabischen Tieflandsregion — die kein Harz absondert —, sondern von oben erwähnter Art, daneben noch von C. Schimp e ri (Berg) Engler und wahrscheinlich von C. Myrrha (Nees) Engl. var. m 0 Im ol Engl, stammt.
Mangels jeder eigenen Erfahrung, gebe ich hier nur einige Notizen aus der Literatur; besonders nach Engler:
1. Commiphöra abyssinica (Berg) Engl. (= C. Ka fal Kth.) wächst im südlichen Arabien und in Abessinien, qafal, chaddasch in Arabien, oanha oanka in Abessinien auf Tigrinja und Amhari, ankoi auf Tigre genannt; in Erythrea und im südlichen Abessinien von 300—2000 m gedeihend. Aus Rindenverletzungen tritt ein milchig-gelber Saft aus, der an der Luft zu Myrrhenharz austrocknet. Die gesägten Blätter sind dreiteilig, die Seitenblättchen sind aber viel kürzer als das Mittelblättchen, die Stengel tragen lange, beblätterte Dornen. *)
2. C. Schimp eri (Berg) Engl., in Yemen gataf, getaf genannt, kommt dort bei 1400 m, in Abessinien von Keren bis Tigre von 1000—2000 m vor. Die Rinde gibt reichlich Balsam und würde eine gute Myrrhe liefern können. Vielleicht stammt ein Teil der Handelsware von dieser Art. Die Blätter sind dreiteilig, das Mittelblättchen länglich, die Seitenblättchen oft ebenso groß wie das mittlere, alle sind sitzend und ganz oder ziemlich kahl. Die Art hat einen höckerigen Steinkern.
Nach den Angaben von Deflers soll die in Hocleida auf den Markt kommende Handels-Myrrhe hauptsächlich aus dem Distrikt von Suda, etwa 90 km nordwestlich von Sana in Yemen stammen.
3. C. Playfairii H00k., wie Sch wein furth annimmt, oder C. Myrrha (Ness.) Engl. var. Molmol Engl. Es ist noch nicht genau festgestellt, da das Material ungenügend war, ob ein im Ahl-Gebirge des Nord-Somalilandes bei Meid in 1000 m Höhe von Hildebrandt gesammelter Strauch eine Varietät von C. Myrrha, oder C. Play fairii (Hook.) Engl. ist. Diese Art soll nach Watt im Somali hotai, kodthai, in Bombay meena-harma genannt werden und opakes Bdellium liefern, von den Eingeborenen wird dies angeblich zum Töten der Läuse verwandt. Nach der Angabe von Hildebrandt soll die Pflanze didin heißen und aus ihr ohne künstliche Verletzung das molmol genannte Myrrhen-
*) Nach Drage n clor ff sollen einige Forscher von dieser Pflanze den heute verkauften opoponax ableiten, andere den kankanion der Griechen. Opoponax kommt aber von Opopait ax (Ferula) chiromum Koch, einer Umbellifere aus Kleinasien.