Teil eines Werkes 
Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
Entstehung
Seite
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von Cayenne (Linaloe , likari, Bois de Rose femclle, copahn von Ocotca caudata Mex;.). Wahrscheinlich benützte Napoleon dieses zu Räucherungen in seinen Palästen. Nach Ostafrika kommen diese amerikanischen Sorten jedenfalls nicht, aber eine Art von Ocotea wächst auch in Usambara, deren Rinde ein ätherisches Öl enthält, (O. us amb arensis), das Dr. Sc hellmann destillierte.

Von Zanzibar aus soll nach Bombay und Calcutta (nach Hooper) ein dunkles, ölhaltiges Holz als Substitut für Adler-Holz gebracht werden, das dort sagar, tagar, tuggur heißen soll. Es sinkt im Wasser unter, an das es eine gelbe Farbe abgibt, welches dann grünlich fluoresziert.

Burton (I. S. 239) schreibt von einem stark duftenden weißnervigen Holz, das als liivä von Madagascar kommt und von den ärmeren Parsi für das heilige Feuer gebraucht würde, und daß ein angenehm duftendes Kalambak- (vulgo columbo)- Holz früher auf Zanzibar gemein gewesen sei, jetzt (1850) aber von Madagascar dorthin käme und zwar ein helles, buchsbaumartiges und ein schweres dunkelrotes Holz. Näheres ist mir darüber nicht bekannt. Wahrscheinlich sind es sandelartige Hölzer (Osyrisr), die mit Aloe-Kalambak nichts zu tun haben (vergl. auch bei Santalum).

2. Boswellia Carteri Bridw.

ist Hauptlieferant vom Weihrauchharz. Wenn auch Weihrauch ebenso wie Myrrhe bei uns in Deutsch-Ostafrika nicht gewonnen werden, ihre Stammpflanzen auch nicht Vorkommen, so ist die Besprechung doch notwendig, da nur durch Berücksichtigung des Handels mit Weihrauch die Entwickelung des antiken Handels überhaupt verständlich wird, und da diese alten Handelswege uns sehr wichtige Fingerzeige für Vermutungen über die uralten Kulturströme geben.

Mangels eigener Erfahrungen gebe ich Notizen aus der Literatur wieder, mich dabei an En gier, Flückiger, Ko eh ler, Watt u. andere haltend: 1. Boswellia Carteri Bridiv. bildet kleine Bäume von 36 m Höhe, deren Rinde papierartig abblättert, deren Blätter am Ende der Zweige sich büschelartig zusammendrängen, aus welchen Büscheln Trauben unscheinbarer Blüten herauskommen.

Die Blätter sind unpaar gefiedert; die einzelnen 1519 Fiederchen kraus, am Rande meist wellig gekerbt, beiderseits oder nur unten filzig behaart und unten blaßgelblich. Gefunden ist der Baum auf den Kalk-Gebirgsplateaus des nördlichen Somalilandes, z. B. im Ahlgebirge bei 10001800 m, auf Kalkfelsen in Hadhramaut, an der Küste des südöstlichen Arabiens bei Merbat.*)

Die Pflanze soll von den Somali nach Bridwood möhr-meddhu (-madow)

*) Zur Fatimidenzeit galt, wie mir Herr Prof. Dr. C. H. Becker sagt, der lubän als im Innern vonOman gewonnen. Die Farbe des echten sei weiß nach grün hin. Uber Fälschungen wird geklagt Mahäsin el-tigära, S. 22.

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