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20720 Mark (1906 130, 1907 464 Dz. nach dem »übrigen Ostafrika«), von denen sicher ein Teil auf diesem Umwege nach Deutsch-Ostafrika gelangt. Diese bin von den Leuten genannte Farbe wird massenweis beim Waschen benutzt.
8. Lawisonia inermis L.
Der Hennah-Baum ist eine im ganzen Orient angebaute Pflanze, deren nach Teerosen duftende Blüten nicht nur das Entzücken der Leute bilden, sondern deren zerriebene Blätter und jungen Zweige unter Zusatz von Kalk eine Paste liefern, welche bei Indiern und Arabern — auf Finger und Fußnägel, auf die Hand- und Fußteller, sowie auf den Bart gelegt — zum Rotfärben dienen. Bei allen festlichen Gelegenheiten wird dies »Schönheitsmittel« angewandt, das uns so lächerlich vorkommt; und auch die Swahili äffen hierin die Araber nach. Das Bartfärben betreiben besonders die mohammedanischen Indier, und es sieht recht komisch aus, wenn eine Zeit nach der Färbung der Bart wieder weiß nachgewachsen ist und nun in zwei Absätzen erscheint. Es sind wohl nur Regungen der Eitelkeit, die hierzu führen, wenngleich man bisweilen auch hört, daß die Pasta kühlend wirken soll. Den Pferden und weißen Eseln färbt man die Schwänze rot, die Esel sogar oft am ganzen Körper; man sagt, die Hennah soll hier die Läuse vertreiben.
Diese Mode des Nägel- und Handfärbens war, wie Schweinfurth versichert, schon im alten Ägypten verbreitet. Die Pflanze wurde im alten Ägypten kultiviert, sie war den Juden als kophcr bekannt, und noch heute wird sie nach Schweinfurth von den Nubiern chofreh genannt. Dioscorides beschreibt sie als cypros aus Syrien.
In Indien scheint die Benützung ebenfalls auf sehr alte Zeiten zurückzugehen. Der persische Name ist panna, hinna, hamia, der arabische hcnna , hinna, hanna, yoranna, alhenna, arkan, fakuliyun. fagiat, in Turkestan sagt man kennc-simberk, inwibark, für die Wurzel chob-anchusa, (auch für die Alkanna- Wurzel), bei den Tuareg anclla, inella. die Indier nennen sie nichndi, nikindi, hena, mchudi, maruturi, aivanani, gorantc u. a. m., die Chinesen ycn-cln-kiah (nach dem arabischen), bei Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr. wird Hennah in China erwähnt, wohin sie wohl von Turkestan oder durch die arabischen Händler gelangte.
Botanisch ist es die einzige Art der Gattung, doch ist fossil im Eocän des Londonthons der Insel Sheppey die L. europaca nachgewiesen. Die heutige Art ist mehr oder weniger spontan von Nord-Australien (Meville-lnsel) über die Sundainseln und Ostindien bis Arabien, Madagascar und Ostafrika gefunden, sie ist durch die Kultur bis China und Japan einerseits, bis Marokko und Sene- gambien andererseits verbreitet. Die Araber haben sie auch nach Sizilien gebracht, wo sie in einem Edikt von Kaiser Friedrich II. 1239 erwähnt wird.
Es ist demnach nicht unwahrscheinlich, daß die Pflanze botanisch auch