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der Wahrscheinlichkeit, daß Datura Stamonium im Süden der Kaspi-See heimisch ist, kann man annehmen, daß das Wort dhutura aus diesen Gegenden stammt, tat soll auf persisch »stechen« heißen, mathil, maslc ist der arabische Name, aus dem in Europa das Metel geworden ist.
In Ostafrika wird die /). alba, mnarä. mnaräbu, mranäha, genannt, die Eingeborenen benützen sie zum Blau- und Grünfärben der Mattenstreifen. Nach den Angaben von Burton sollen die Araber und Eingeborenen auch die narkotische Wirkung der Pflanze kennen, sie rauchen Blätter, Blüten und Wurzelrinde gegen Asthma, wobei manchmal Vergiftungserscheinungen Vorkommen. Möglich ist, daß sie wie in Indien auch hier bisweilen zu kriminellen Zwecken verwandt wird.
6. Haematoxylon campechianum L.
Der Blauholz-Baum ist in Mexiko und Zentralamerika heimisch und verschiedentlich auch in anderen Ländern angebaut. In Ostafrika wuchs er in Daressalam recht gut, ebenso in Amani, wo die Bäume 1907 zuerst blühten. Neuerdings hat auch die hiesige Forstverwaltung sich meines Wissens mit dem Anbau beschäftigt.
Das in frischem Zustand blutrote, an der Luft violett bis schwarz werdende Kernholz enthält als Farbprinzip das Hämatoxylin, das zum Blau-, Violett- und Schwarzfärben auch heute noch trotz der Anilinfarben unentbehrlich ist. Das von Honduras und Yucatan kommende Holz kostet in Hamburg 11 —12 Mk., das von Haiti, Jamaica und St. Domingo nur 7—9 Mk. pro Doppelzentner. Hamburg importierte 1904/05 für etwa 1 —1,8 Millionen Mark und führte wieder für etwa 0,5 Millionen Mark in beiden Jahren aus. Blauholz, Campecheholz oder log-ivood sind die Handelsbezeichnungen für dies Farbholz.
Da es in den Gegenden von Südamerika vorkommt, deren Klima dem unseren ähnlich ist, und da außerdem nachgewiesenermaßen der Baum hier gut gedeiht, so sollte man, sobald das Holz aus den hier und bei Daressalam gewachsenen Bäumen der Qualität nach gut beurteilt ist, von seiten der Forstverwaltung intensiv mit dem Anbau Vorgehen. Für Privatunternehmer wird sich der Anbau, der doch mindestens 20—25 Jahre auf ein finanzielles Resultat warten läßt, nur in seltenen Fällen lohnen, es sei denn als Schattenbaum oder Wegeeinfassung.
7. Indigofera tinctoria L.
und verwandte Arten sind kleine Halbsträucher oder Kräuter, aus deren Blättern und andern grünen Teilen der Indigo gewonnen wird. Es sind zu den Schmetterlingsblütlern gehörige Pflanzen mit gefiederten Blättern und unscheinbaren Rispen von rosa Blüten. Die abgeschnittenen, einjährigen Pflanzen werden in Wasser mazeriert, wodurch sich das darin enthaltene Indican löst und nun durch langes Umrühren der Lösung zu Indigotin oxydiert wird, das als unlösliches