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In einigen Pflanzungen hier hat man eine Menge der Bäume angepflanzt, um die Faser als Nebenprodukte zu gewinnen, und es werden auch Quantitäten davon ausgeführt, wenn die Arbeiter während der Reife so reichlich sind, daß man die Fasern einsammeln kann. In der Flöhe von Amani wächst Cciba nur recht langsam. Bei Tanga blüht er im August.
Da die Farbigen die Faser sehr zum Stopfen von Kopfkissen schätzen, kann man sie auch oft hier und besonders in Zanzibar zu leidlichen Preisen absetzen.
Eine Pflanzung hat etwa 127000 Bäume, von denen sie 1905 122 Zentner reine Faser gewann, jedenfalls ohne der knappen Arbeiterverhältnisse wegen die Bäume alle auszunützen. Man hat zur Entkernung eine Maschine, die etwa wie ein großer Ventilator oder eine Kornklapper arbeitet (»Kloppwolf«).
5 . Cyperus Papyrus L.
Das riesige Riedgras, welches die Alten mit Papyrus bezeichnten, ist wohl am oberen Nil heimisch und von den Ägyptern, die selbst von Süden aus ihr Land besiedelten, in das Nildelta eingeführt, aus dem es verschwand, als es nicht mehr gebraucht wurde. Bei uns kommt dies enorme, aber stets graziöse Riedgras an vielen Punkten und in ganz bedeutenden Mengen vor; so in der Küstennähe bei Mombo im Mkomazi-Sumpf, sonst überall im Bereich des Viktoria Nianza, der im Südwesten von oft kilometerbreiten Papyrussümpfen eingefaßt ist. Im Zwischenseengebiet werden die Flüsse hunderte von Kilometern weit von breiten Sümpfen eingefaßt, welche ausschließlich aus dieser Pflanze bestehen. Können wir sie irgend wie nutzbar machen, dann lassen sich große Schätze heben.
Woher der Name Papyros stammt, ist unbekannt. Die Ägypter machten daraus ihr Material zum Schreiben, indem sie nach Abtrennung der harten Rinde aus dem zarten Mark der Riesenstengel feine Streifen schnitten, diese auf eine glatte Unterlage nebeneinander legten und anfeuchteten. Rechtwinklig darüber kam dann eine zweite gleiche Lage, wurde ebenfalls angefeuchtet, und das Ganze nun gepreßt, getrocknet und auf das Sorgsamste geglättet. Man behauptete, daß das Nilwasser die Lagen zusammenkleben mache, während es wohl ein gummiartiger Stoff aus dem Marke selbst gewesen sein wird. Dieser Papyros hat dreitausend Jahre im Schoße der trockenen ägyptischen Erde die Schätze des Wissens der Ägypter und Griechen uns bewahrt.
Die Griechen nannten dies Schreibmaterial byb/os, und die damit hergestellten Briefe und Werke wurden ebenso bezeichnet, woraus unser Wort Bibel entstanden ist. Die Wurzel diente den alten Ägyptern als Nahrung, aus dem Außenbast wurden Seile, Körbe, Matten gewonnen. Die in der Odyssee beschriebenen Stricke zum Anbinden der Schiffe waren großenteils aus byblos gefertigt. Hanfseile waren damals eine Seltenheit. Aus den leichten Stengeln