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bei Bukoba usw. Vor allem wohl der 5 . holosericcus K. Sch. ct Gilg. der bisher bei Mzimu an dem westlichen Ufer des Tanganika gefunden ist und der mit V Nicholsonii verwandt scheint. Er hat behaarte Blätter, lange Blütenstiele, sehr lange Kelchzipfel und langgeschwänzte Blüten.
20. Tephrosia Vogelii Hook.
ist ein Leguminosen-Strauch mit gefiederten, seidenhaarigen Blättern, violetten, seltener weißen Schmetterlingsblüten und gelb-braun behaarten Hülsen. Seine zerstampften Blätter dienen, in das Wasser geworfen, zum Vergiften oder Betäuben von Fischen. Zu diesem Zweck wird der kleine Strauch zuweilen auch angebaut, wie in Zanzibar und in Usambara. Die Küstenleute nennen die Pflanze mtupa utupa, in Useguha mtuha, in Usambara mdombosa, stellenweis sagen sie auch kibarasi, also »kleine Strauchbohne«.
Im tropischen Amerika wird T. t-oxicaria Pers. und T. einerca Pers., in Indien T.piscatoria Pers. als sarpiinkha , unhali zu demselben Zweck verwandt, vermischt mit ungelöschtem Kalk. T. Vogelii und T. dcnsiflora Hook, werden in Afrika auch zur Herstellung von Pfeilgift benützt.
Aus T. tinctoria Pers. und T. ap ollinea D C., die erste in Ostindien, die letztere in Ägypten, wird ein schlechter Indigo-Farbstoff hergestellt.
Die T. Vogelii scheint über das ganze warme Afrika verbreitet zu sein und überall zu demselben Zweck angewandt zu werden; die Haussa nennen sie bassabe, in Angola und Gabun heißt sie catote, calembo, ityosaen.
Auch Arten der verwandten Gattung Millettia dienen als Fisch- und Pfeilgifte, so z. B. M. ferruginca Bak in Abessinien, M. Caffra Meisn in Natal, M. auriculata Bak und M. sericea W. e. A. in Südasien.
21. Uragoga (Caephaelis, Psychotria) Ipecacuanha Baill.
ist eine kleine Pflanze aus feuchten Tälern der brasilianischen Wälder, deren Wurzel das als Brechmittel und Medizin gegen Dysenterie bekannte Heilmittel geben, das von Cartagena, Minas, Matogrosso ausgeführt wird. Der portugiesische Mönch Michael Trist am hat zuerst über sie Ende des 16. Jahrhunderts berichtet unter dem Namen igpccaya, pigaya. Vielleicht stammt das Wort aus indianischen Sprachen, vielleicht aber bedeutet es im Portugiesischen »eine kleine am Wege wachsende, brechenerregende Pflanze«. Helvetius erkannte darin 1586 ein Mittel gegen Dysenterie. In Deutschland wurde das Medikament im 18. Jahrhundert, besonders durch die Empfehlung von Leibnitz gebräuchlich. Die brecherregende Substanz in der Wurzel ist das Emetin, von dem die Wurzelrinde ca. 2 '/ 2 % enthält. Die Gesamtproduktion wird etwa 200—300 Doppelzentner betragen, das Kilo kostet etwa 10 20 Mark. London
erhält jährlich 500—1500 Ballen.