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Soldaten gleichen Namens stammen (Diminutiv von Matteo), doch hält Flächiger diese Sage für unglaubwürdig, da manche andere Pflanzen dort ebenso hießen.
Gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts ist das Medikament in Europa eingeführt und besonders gegen Gonorrhoe angewandt.
Ein Exemplar dieser Pflanze gedeiht in Amani recht gut.
Im Detailpreis notiert Gehe die Foila Matico mit 1,50—1,90 Mark das Kilo. Es wird aber wohl schwerlich viel damit zu verdienen sein.
11. Sausurea Lappa Clarke
ist eine in Nord-Indien, besonders Kaschmir wachsende Komposite, deren Wurzel den costus der Alten lieferte, eine im Altertum und Mittelalter auch in Europa hochberühmte Medizin und ein Räuchermittel. Die Pflanze heißt in Kashmir koot, im Sanscrit kustha , kusthum, in Indien heute kut, kust, kustum, pachak, upalat, gostamu im persischen und arabischen kust. In Europa ist sie völlig außer Gebrauch gekommen, wird aber von Bombay aus in ganz bedeutenden Mengen nach China gebracht, wo sie unter den Namen putsclmk, muh-hiang, kwang-muh-hiang als Gewürz, Räuchermittel und Medikament verwandt wird. 1875 importierte Hankow allein für 100000 Mark davon. Die roj/to-Wurzel wurde ungefähr wie unser Alant (l 7 iula Hclenium L.) gebraucht. Die Alten kannten verschiedene costus- Sorten, so c. arabicus, c. spcciosus, deren Ursprungspflanzen bisher noch nicht alle sicher ermittelt wurden, die aber sicher nicht von der Pflanzengattung Costus der Botaniker abstammten, deren Vertreter auch hier in den Wäldern Usambaras viel Vorkommen.
Es ist mir nicht bekannt, ob nicht auch nach Zanzibar in die Indierläden die echte röV-Wurzel als Medizin dann und wann gelangt.
18. Smilax Kraussiana Meissn.
Im tropischen Ostafrika kommt wohl überall in der Steppe wie im Gebirge, diese oder eine nahe verwandte Smilax vor, Schlinggewächse mit mehrnervigen glänzenden Blättern, an deren Grunde Ranken sitzen; die Blätter brechen beim Absterben über diesen ab, so daß die Ranken an dem mit vielen Haken - stacheln bewehrten, kletterndem Stamm sitzen bleibt. In den warmen Ländern gibt es zahllose Arten dieser Gattung, von denen einige aus Zentral- und Südamerika die offizineilen Sarsaparill- Wurzeln liefern. In unserer Pharmakopoe vorgeschrieben ist die Sarsaparilla von Honduras, deren Stammpflanze man noch nicht sicher kennt, obgleich die Drogue schon 1536 oder 1 545 durch die Spanier in Europa eingeführt wurde.
N. aspera L.*) kommt im Mittelmeergebiet, auf den Kanaren, in Abessinien
*) Die Art heißt in Algier arabisch zcgrcch, sckriiija, bei den Tuareg iskercht, sebarma.