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5 . Ocimum Basilicum L.
Basilicum ist ein zu den Lippenblütern gehöriges Kraut, in welcher Familie sehr viele Pflanzen mit ätherischen Ölen zu finden sind. Von den 42 Arten der Gattung leben 33 im tropischen Afrika, 6 in Südafrika und 3 auf Madagaskar. Unsere Art kommt wild und kultiviert in Ägypten, Sudan bis Senegambien, Abessinien und Zanzibar vor, auch in Arabien und im tropischen Asien (Ostindien, Sunda-Inseln). In Zanzibar und an unserer Küste, sowie offenbar auch im Sudan ist es immer im Gefolge arabischer Kultur zu beobachten. Es ist ein sehr beliebtes Gewürz und Kosmetikum aller arabisierten Stämme, die es wohl überall rchan, rihan nennen. Sonst finde ich noch folgende arabischen Namen: badarug, dschawmar, farandsch-musk, asabia-alfatajat, aukimun, habak. Die Swahili nennen es immer rihan, in Indien heißt es nazbo, sabza, baboitulsi, vidudipattri usw. Die var. pilosum heißt bei den Malayen ruku.
Es ist offenbar eine als Küchengewürz schon lange in Kultur befindliche Pflanze, die ja auch in Europa allgemein bekannt ist.
Eine der Arten, vielleicht 0. minimuni L., 0. Basilicum L. oder 0. pilo sum W., hat man im alten Ägypten gekannt und aus den Blättern Totenkränze geflochten.
Sie wird wahrscheinlich auch den Alten als ocinos bekannt gewesen sein. In Indien ist sie ebenfalls aus allerältester Zeit bekannt, ganz besonders aber 0. sanctum L., die die heiligste Pflanze der Indier ist, tulsi, tulasi, der Sage nach die verwandelte Nymphe Tulasi, die Geliebte von Krischna. Die Hindu bauen diese Art überall bei den Wohnungen und in Töpfen, beten sie morgens und abends an und schwören bei ihr. Sie ist die paruasa, sorasan, tulasi, ajaka des Sanscrit. Wahrscheinlich ist diese Art, sowie 0. Basilicum in Indien nur verwildert zu finden, die letztere ist möglicherweise überhaupt eine Kulturvarietät. Ich möchte annehmen, daß diese Arten ursprünglich eine recht weite Verbreitung in Asien und Afrika hatten, aber irgendwo in Westasien zuerst in Kultur genommen sind, von wo sie in die Kulturländer verbreitet wurden. Das Vorhandensein einer Menge Varietäten von O. Basilicum spricht auch für eine sehr alte Kultur.
In Europa wird sie in der Küche und zur Herstellung von Chartreuse ähnlichen Likören benützt; in Griechenland und Italien dient die Pflanze, basilico, auch stellenweise zu mystischen Zwecken. Hier in Ostafrika wird das Kraut von den Eingeborenen, welche von arabischer Kultur beleckt sind, zu kosmetischen Zwecken und für die Küche geschätzt.
Das ätherische Öl daraus wird besonders auf Reunion in einer besonders guten Qualität hergestellt.
6. Ocimum canum Sims.
ist eine der vorigen nahestehende Art, die massenhaft in Ostafrika wild vorkommt, besonders auf altem Kulturland und in Hecken. Auch auf Madagaskar,
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