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Bekanntwerden des Tabaks in Ost- und besonders in Südostafrika verbreitete. Und die Portugiesen haben möglicherweise den ihnen in Indien oder in Mosambik als bhang bekannt gewordenen Rauchhanf auch nach Brasilien gebracht, wo er nach Burton noch jetzt als bange bekannt ist, vielleicht aber waren die Übermittler auch aus Afrika dorthin gebrachte Sklaven.
Der Hanf gedeiht hier in Ostafrika in der Ivbene und im Gebirge überall und ohne Mühe. Man könnte recht leicht die jungen Triebe für den Export sammeln. Vielleicht lohnt sich das im kleinen; in den Katalogen von Gehe ist das Kilo immerhin mit 9V2 Mk. notiert, allerdings im Detailverkauf, und ein großer Absatz davon wird wohl kaum zu erwarten sein. Das harzige Cannabinum ist pro Dekagramm mit 3 3 A Mk. notiert. Der Itngrospreis ist natürlich viel niedriger. Aber für » Herba cannabis indicac « ist er seit etwa 1900 enorm in die Höhe gegangen, angeblich infolge hoher Ausfuhrzölle aus Indien. Einige hundert Doppelzentner zum Preise von 500 Mk. werden jetzt in Deutschland eingeführt, während man früher den Doppelzentner für 100 Mk. kaufte. Das Interesse des Handels am Artikel ist infolge dieses abnorm hohen Preises sehr erlahmt; aber vielleicht könnten wir von der hohen Preislage Nutzen ziehen. 1901 bezahlte man 1 sh 6 d für das englische Pfund, 1902 2 sh 3 d, 1903 2 sh 6 d; und dafür Sollten wir das Produkt gut liefern können, das wie Unkraut wächst.
2. Catha (Celastrus) edulis.
Die Cath-Blätter werden in Südarabien (Yeraen) mit großer Sorgfalt und in Mengen gebaut. Es ist eine wohl wie der Kaffee aus Abessinien eingeführte Pflanze, deren junge Schösse in frischem Zustand gekaut werden und anregende Eigenschaften besitzen sollen. Dies Stimulans ist nicht zu verwechseln mit dem cat, katu, der gerbsäurehaltigen Substanz, die aus dem Holz von Albizzia
catcchu. und der ähnlichen, die aus Uncaria Gambir gewonnen wird. Die
Catlia edulis kommt auch in Ostafrika vor, z. B. bei Nairobi, doch wird sie hier nirgends benützt. Ihr Gebrauch scheint auf Yemen und vielleicht auf Abessinien beschränkt zu sein. (Vergl. auch Com es Histoire du Tabac, S. 232.) Die
Blätter sollen eine stimulierende Eigenschaft haben und darin dem Tee über
legen sein.
3. Cojfea arabica L.
Der Kaffeebaum gehört einer Gattung der Rubiaceen an, deren Arten zum bei weitem größten Teil auf dem afrikanischen Kontinent heimisch sind. Es werden jetzt über 20 gut beschriebene Arten von C off ca bekannt sein, aber noch jedes Jahr findet man neue. Wenn nun auch die fast ausschließlich kultivierte Art C. arabica jetzt in der ganzen warmen Zone verbreitet ist und eine enorme wirtschaftliche Bedeutung erlangt hat, so ist ihr natürliches Verbreitungsgebiet doch ganz beschränkt und zwar nicht, wie der Name irrtümlich vermuten