Teil eines Werkes 
Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
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z. 13 . auf den gehobenen Korallenfelsen, bei Mombo im Steppenwald. Die grau­grünen Stengel werden bis kleinfingerdick. In Usegua soll diese Art nach Sa*c- leux sokazoka genannt werden.

22. Xylopia Eminii Engl.

und verwandte Arten z. 13 . X. pirtfolia Engl, stehen dem als Mohren- oder Negerpfeifer bekannten X. acthiopica A. Reich sehr nahe, den sie in unserem Gebiet zu vertreten scheinen, X. Enimn ist von mir auf den Sesse-Inseln in Uganda, X.pirifolia in Bataibo am Duki-Bach westlich vom Albert-See ge­funden.

Es sind hohe, reich belaubte Bäume mit länglichen, schotenförmigen Früchten. Als Surrogat für den echten Pfeffer kamen früher die Früchte von X. acthiopica und wahrscheinlich auch AI nianiniamcnsis in den Handel, und zwar anscheinend mit Karawanen durch die Sahara in die Häfen des Mittelmeeres. Sie lassen sich unter dem Namen habb-ezzalam, habb-sclini bis ins 11. Jahrhundert verfolgen, waren aber gewiß schon früher bekannt. Bis zum 17. Jahrhundert wurden sie auch in den europäischen Apotheken geführt als piper acthiopum oder habb-selim. In den Tsadsee - Gebieten gelten die Früchte heute noch viel und wurden zu Barths Zeit in Wadai unter dem Namen kiniba oder kuinba wie Geld benützt.

In Usaramo soll nach Bley eine Art dieses Baumes mit roten Früchten ein Lieblingsgewürz der Eingeborenen geben. Mir ist davon nichts bekannt geworden.

Zusammen mit den Samen von Afraniomum mclcgueta K. Schum. werden die Samen von Xylopia acthiopica als Meleguetta-Pfeffer gehandelt.

23. Zingiber officinalis Roscoe.

Der Ingwer ist in Südasien überall nur in kultiviertem Zustand bekannt, vielleicht ist er im Bismarckarchipel wild. Das bekannte Gewürz ist das Rhizom (Grundachse) der Pflanze, welches geschält als weißer, mit der Haut als schwarzer Ingwer in den Handel kommt. Außer von Südasien wird eine Menge aus Sierra Leone und Westindien verschifft.

Ursprünglich wohl sicher in Südasien heimisch, muß er schon sehr zeitig nach Amerika ausgeführt sein, denn schon 1547 wurden von Jamaica 22000 ctw. nach Spanien versandt, von St. Domingo ein Quantum 1585, von Barbados 1654.

Dioscorides und Plinius sind die ersten, welche das Produkt erwähnen, Dioscorides kannte es sogar schon in den irdenen Töpfen mit Zucker ein gemacht, und ersterer meinte, daß der Ingwer wie andere Gewürze in Südarabien­wachsen, offenbar, weil er dort eingekauft wurde und über das Roten Meer zu den alten Kulturvölkern kam. Merkwürdig ist, daß er vom Verfasser des Periplus, der doch Vorderindien selbst besuchte, nicht genannt wird. Dann fungiert er