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in Südeuropa und vielleicht im Orient heimisch, aber offenbar schon seht ft üh nach Indien eingeführt. Nach einigen Botanikern ist aber die indische uns hier interessierende Sorte eine besondere Art, N. Indien Roxb.
Die Kultur scheint sich von Nordafrika verbreitet zu haben, wenigstens ist es möglich, daß die Römer ihren Namen git, gith dafür von den Puniern erhielten. Die Griechen nannten ihn mclnntlnon. niclnthion. Die Araber nennen die Saat knmum-nswnd (schwarzer Kümmel), habla-tusunda (schwarze Saat), shouniz. hab-cl-suda. in Marokko snnous. habbc-t-hcllaua, in Algier chit (!). sanoudj, habbet-cs- souda, hcbbct-el-baraka. kcmmounc-el-akhnl, in Turkestan gjauz-donn. siya-biranj. in Persien sigah-danah. Der (wohl späte) Sanscritname war snshave, krishnn- jiraka. im heutigen Indien sagt man knlonji , mugrcla. kalcnjira, kal-zira. In Abessinien heißt er bei den Tigrinja awossedn. nwossetn.
Wenn die Saat einmal in den hiesigen Indierläden verkauft wird, so geschieht dies unter dem arabischen Namen habazonda (= habla-tu-simda) oder dem indischen kalondji. Sehr großer Bedarf für dies Gewürz ist aber nicht, es wird anscheinend nur von Arabern und Indiern konsumiert, ln Kultur ist die Pflanze bei uns meines Wissens noch nicht.
16. Pimpinella Atiisum L.
Der Anis hat seine Heimat in Ägypten, Kreta, Cypern, den griechischen Inseln und Kleinasien, er wird seit undenklichen Zeiten vom Mittelmeergebiet über Persien bis Nordindien angebaut, teils als Gewürz, teils zur Gewinnung des Anisöles. Er hieß im Sanscrit seta-pushpn, heute in Indien snurif, sonf. echra. anesum u. a. m., bei den Arabern razaneh, razi. raziynncj. shamar, in Persien raznnch-rumi. razani, badiyan, in Marokko näfe.
Gebaut wird die Pflanze in Ostafrika meines Wissens nicht, doch kommen die Samen in den indischen Läden als Gewürz bisweilen zum Verkauf.
17. Piper Clusii C. DC.
Eine dem Ashanti- oder Guinea-Pfeffer sehr nahe verwandte Art, die vielfach nur. als eine Varietät von P. guinccnsc Schum, et Thonn. angesehen wird, kommt außer in Fernando Po, Kamerun, Togo und im Niamniam-Gebiet auch in Uganda und bei Bukoba vor. Wahrscheinlich wird diese Art auch noch in den Waldländern am Tanganika und im westlichen Teil des Zwischenseengebiets gefunden werden. Es ist ein mit Hilfe der an den Stengelknoten sitzenden W’urzeln kletternder, lianenartiger Strauch mit abwechselhd stehenden, fiedernervigen und an der Basis herzförmigen Blättern. Die Blütenstände sind den Blättern gegenüberstehende, kurze, getrenntgeschlechtliche Ähren, an denen die etwa pfefferkorngroßen, runden mit einer kleinen Spitze endigenden und im frischen Zustande roten Früchte auf kleinen Stielen sitzen, die ein wenig länger
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