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Jedoch sollte sich der Versuch lohnen für unsere Pflanzer, die daraus viel leicht einen immer mitzunehmenden Verdienst erzielen könnten.
In ganz rohen Zahlen können wir, länder, die Weltproduktion von Zimmt
Cassia lignca . . . Ceylon-Zimmt . . . Java-Zimmt .... Cochinchina-Zimmt Cassia flores . . .
abgeselien vom Lokalkonsum der Tropen- pp. schätzen auf etwa:
5—5,4 Millionen Kilo, i '/ 2 Millionen Kilo,
900000 Kilo,
150000 ,, (von C. Loureiriir)
90000
8. Coriandrum sativum L.
Der Koriander ist im mediterran-orientalischem Florengebiet, wahrscheinlich in Nordafrika, Vorderasien, vielleicht auch bis Indien einheimisch gewesen, aber schon sehr früh kultiviert und verbreitet worden. Außer in vielen Ländern Europas wird die Pflanze jetzt in Indien überall, in Nqrdafrika bis in die Sahara hinein und in Abessinien kultiviert. Ich fand sie seiner Zeit auch am Abfall des Walegga-Plateaus nach dem Albert-Nianza zu, doch möchte ich nicht mit War- bürg annehmen, daß sie dahin durch die Watussi-Wahuma gebracht wurde, denn in jenen Gegenden westlich des Albert-Sees gibt es nur sehr wenige Leute dieses Stammes, und in den eigentlichen Watussi-Ländern ist sie meines Wissens noch nicht nachgewiesen. Ich glaube vielmehr, daß die sudanesischen Soldaten der früheren Äquatorialprovinz sie dorthin brachten, wenn auch vielleicht nur durch indirekte Vermittelung, und daß die dortigen Pflanzen demnach ursprünglich aus dem Sudan bezw. aus Ägypten stammten.
In Indien wird die Kultur auch schon aus sehr alter Zeit stammen. Der Same heißt auf Sanscrit dhanyaka, in Indien heute dlumya, dhana, die Pflanze dort kothamira: die Tamilen sagen kotamalli, die Telegu kotimiri, danyalu, die Singhalesen kotambaru, die Araber kusbarah, kurbuzaf, kezirah, gouzbir, kcuzber, in Turkestan tuchm-i-kashnis , die Perser kushniz, kitnuz. Im Hebräischen soll man gad sagen, also ein Wort, wie es ähnlich für den Schwarzkümmel im Lateinischen gebraucht wurde. In Ägypten sagt man kusbara , in Algier kesbour.
In Ostafrika, wo die Samen in vielen Indierläden erhältlich sind, nennt man sie nach der Angabe von Guillain viongo-ya-mtclle (?), von Krapf kusubarra, kurubassa, also mit arabischem Namen, nach Warburg dhania, dhana mit dem indischen Namen oder nach Holst gigilaJii, was im arabischen etwa »Mischung« heißen muß (Krapf gibt als Übersetzung an »miscuit«-). Groß ist der Gebrauch nicht und wohl auf die Asiaten beschränkt, welche die Samen zu Curries und Gebäcken benützen.
Von Indien aus wird auch etwas Koriander nach Hamburg exportiert, 1905 z. B. 340 Dz. im Werte von 9030 Mark.