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für solche von Nyassaland Oktober 1907 25—50 sh pro Ztr., für Capsicum von Ostindien Oktober 1907 15—35 sh
„ „ ,, Natal „ „ 50—68 sh
„ „ „ Nyassaland „ ,, 25—50 sh.
Wahrscheinlich spielt Aufbereitung und Aussehen eine große Rolle bei •der Preisbildung.
4. Carum Carvi L.
Unser gewöhnlicher Kümmel ist von Europa bis zum Himalaya und durch Sibirien und Tibet verbreitet; er wurde in sehr alter Zeit in Südeuropa angebaut. Es is der karos der Griechen, carum der Lateiner. Ob dieser Name, wiePlinius meint, nach der Landschaft Carien gebildet ist, scheint zum mindestens unsicher zu sein. Die Araber sagen karoya, karawya, karaouia (Algier), karanbad, karanfan, kamlm- armcni, die Perser karoya. Ob nun diese Worte aus den europäischen, klassischen Sprachen ins Arabische oder umgekehrt übergegangen sind, weiß ich nicht, vermute aber, daß erstere.*) Das deutsche Kümmel ist eine Umbildung aus dem mviinum für den römischen Kümmel, der mittelhochdeutsche Ausdruck war karbc, karve, englisch caraway, die alle eben wie das Arabische al-karavia wahrscheinlich wohl aus dem griechisch-römischen stammen wird.
Nach Warburg-Engler soll der echte Kümmel an unserer Küste bisweilen unter dem Namen jamda, zamda in den Läden Vorkommen, sicher aus Indien eingeführt, wo er in der kühlen Jahreszeit in den nördlichen Ebenen angebaut wird, in der warmen Zeit in Kaschmir usw. In Indien nennt man ihn zira, jira, siyah-jira, guniyun. umbhu usw., also wie den Cuminum-Kümmel yzra, ein Wort, das nach Watt vielleicht ein allgemeiner Ausdruck für Gewürz im Sanscrit war. ln Turkestan soll man koriba , koraa sagen.
Nach Deutschland werden sehr bedeutende Mengen Kümmelsaat eingeführt, das meiste von Holland aus, im Ganzen nach Hamburg allein 13—14000 Dz. im Werte von 6—700000 Mark.
5. Carum copticum Benth.
(Ptychotis Adjoivan DC.) wird viel in Indien, Afghanistan, Persien und Ägypten kultiviert. Die Früchte sehen denen der Petersilie ähnlich, haben aber einen intensiven Geruch nach Thymol, das aus ihnen hergestellt wird. Zu diesem Zweck werden sie aus Bombay ausgeführt. Sie sollen meist in Marwar in der Rajputana gezogen werden. In ihnen ist 3'/ 2 —4V2 °/o Ajowan-oel, welches 45— 5 ° % Thymol
*) Yule und Burneil glauben, daß das Arabische karaviya eine Corruption von lateinisch carcum, griechisch karos sei, daß aber das englische caraway durch spanisch alcaravca aus dem Arairischen stammen.