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nach den Beobachtungen von Gildemeister und Hoffmann ziemlich verschieden, so daß es sich mindestens um Klimavarietäten handelt. Man behauptet, daß der Dill das anurcst der ägyptischen Papyri gewesen sei, er war das ancthon der Griechen, das ancthum der Römer, doch sollen nach Dragendorff diese Worte auch für Carum Ridolfia angewandt sein. Die Araber nennen die Pflanze shabit, shibit, chebett, h’aza; kcrafes (wilde Sorte in Algier), im Sanscrit soll sie sita-siva, missereya, satapushpi, shaleya heißen, heute in Indien sowa, sulp ha soya, sutopsha, sunva, unsere hiesigen Banyanen aus Gudjerat sagen suwadana.
Die Samen sind in den meisten hiesigen Indierläden erhältlich, aber nicht als bizari, bizari-nini, wie Holst-Warburg angeben, sondern unter den indischen Namen smva, suwadana. Die Leute brauchen sie zum Speisewürzen, auch wohl zur Curry-Bereitung.
Hier und da findet man auch die Pflanze hier in Kultur, so sind Exemplare von Pangani und vom Obstabfall des Walegga-Plateaus zum Albert-Sees von mir gesammelt. Aber ebenso wie beim Koriander, werden diese von den Sudanesen der früheren Äquatorialprovinz dort hingebracht sein, und nicht von den Watussi- Wahuma. Jedenfalls ist die Kultur dieser Pflanze hier recht selten, und was an Samen gebraucht wird, kommt von Bombay. In Abessinien und den Haussa- staaten soll dagegen der Dill angebaut werden. (Warburg.) In Abessinien heißt er auf Tigrinja schilau, silan, silaji-bcita, sadan-schoa.
3. Capsicum minimum Roxb.
und verwandte Arten sind die Solaneen, welche den spanischen Pfeffer, Paprika oder die Chillies liefern. Wenn auch diese Pflanzen in allen wärmeren Gegenden fast wild zu sein scheinen, so ist doch wohl nicht daran zu zweifeln, daß sie ursprünglich aus Amerika eingeführt sind. Von der Gattung Cdp sicum sollen etwa dreißig Arten in Amerika und eine in Japan heimisch sein. Aber die Kulturformen gehen so ineinander über und schlagen bei Vernachlässigung auf das C. minimum zurück, daß es eben meistens Zuchtformen sein werden, die vielleicht nur eine oder sehr wenige Arten als Stammformen haben.
Nach den Angaben von Fliickiger läßt sich der spanische Pfeffer weder in den alten klassischen Literaturen, noch bei den älteren Arabern, noch im Mittelalter nachweisen, wohl aber taucht sofort nach der Entdeckung Amerikas die Runde von ihm auf. Dr. Chanka, der als Schiffsarzt Columbus auf seiner zweiten Fahrt begleitete, berichtet, Anfang 1494, daß auf der Insel Hispaniola agi als Gewürz diente. Fernandez beschrieb 1514 die hohlen, roten Schoten, die er axi, ajes nennt aus Honduras, auch Cortes kennt agics aus Mexiko.
1542 muß das Gewächs schon weit verbreitet gewesen sein, man kannte es in Deutschland (Fuchs »calecutischer Pfeffer«; Gessner nennt ihn ebenso aber auch »brasilianischen«). Clusius erfuhr, daß es aus Pernambuco gekommen sein sollte. Fernandez nennt Ende des sechzehnten Jahrhunderts auch noch