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stielen und grünen Rippen, dann solche mit bläulichen Stielen und ebensolchen Rippen, mulungwe, die klein und rötlich waren, und bombwe, die eine große grünliche Staude bildeten. Christen konnte besondere Namen für die Varietät mit rötlich-violett-grünen Blättern in Usambara 1907 nicht feststellen. Seiner Ansicht nach variiert die Knolle nach Größe und Form je nach dem Boden.
Am Kilimandjaro sind folgende beschrieben: msaru, die hellgrüne Stiele und untere Auswüchse an den Rippen haben. (Sie gehören nach Engler’s Vermutung vielleicht zu der Art Xanthosoma nigrescens var. appendicula- tum Engl.*) Ferner mshele mit dunkelroten Stengeln und grünen, sehr großen Blättern, msaanga, kleinere mit nur am Grunde rot gestreiftem Stiel, msalc, die sehr groß und ganz grün sind, und endlich mujasa eine große Sorte mit ganz hellgrünem Stiel, deren Knolle schlecht sein soll.
Die Sorte mit Anhängen an den Blattrippen habe ich im Urwaldgebiet westlich vom Albert-See viel gesehen. Wieweit die beschriebenen Sorten wirkliche ständige Varietäten oder nur durch verschiedene Lebensbedingungen hervorgebrachte Abweichungen sind, kann nur durch Kulturversuche entschieden werden. Nicht ausgeschlossen ist es auch, daß es hier mehrere Arten gibt. Die Xanthosomen sollen alle in Amerika heimisch sein, wären also, wenn die Neger sie wirklich kultivieren, späte Einführungen.
6. Cyperus esculentus L.
Die sogenannte Erdmandel. Die Wurzelknollen verschiedener Riedgräser werden benützt teils zu medikamentösen Zwecken, teils zum Essen. Wieweit das in Ostafrika geschieht, weiß ich nicht. Die des C. esculentus werden in vielen Gegenden gegessen und sollen ganz gut schmecken. Er kömmt in Südeuropa, Amerika, Ägypten und fast überall in Afrika vor und bildet stellenweis ein lästiges Unkraut. Vielfach aber wird er angepflanzt. Die Wurzelknollen sind in Togo z. B. ein beliebter Leckerbissen, sie sollen mandelartig schmecken. Bei den Herero sind sie ein wichtiges Nahrungsmittel. In Zanzibar, am Kilimandjaro, am Tanganika, im Niassaland sind sie gesammelt. Die Engländer nennen sie chefa , chufa , Earth Alviond , Tiger Nut, Rush Nut. In Indien gehen unter den Namen kaseru , dila. Die Pflanze hat ein sehr großes ethnographisches Interesse, weil die Knollen im alten Ägypten viel gegessen wurden. In den altägyptischen Gräbern findet man sie auch als Beigaben der Toten. Die arabisch-persischen Schriftsteller nennen sie hab-cl-zelm hab-el-aziz , zalam. In Ewe heißt sie fie.
Ich selbst habe die Knolle hier noch nicht in Gebrauch gefunden. Am Fuß der Usambara-Berge wächst eine Juneacee, die von der C. esculentus tosel verschieden ist, unter dem Namen dago, deren Knollen angeblich als Medizin bei Verdauungsbeschwerden benützt werden.
*) Xanth. violaccum heißt nach Busse in Togo coco.