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Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
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IX. Die Knollen-Gewächse.

1. Alocasia macrorrhiza Schott,

wird angepflanzt, aber wohl mehr als Ziergewächs. Ihr Stamm, der den eßbaren Teil bildet, ist großenteils oberirdisch und wird mächtig groß. Die Blätter sind größer als bei Colocasia und derber, hellgrün. Ich sah sie meist nur in Kübeln als Zierpflanze. Auf Ceylon, wo sie wild sein soll, heißt sie habara, auf den Freundschaftsinseln kappe, auf Tahiti ape, haapc, muota, in Neu-Caledonien pera. Auch A. odora C. Koch und A. indica Schott kommen wahrscheinlich vor, aber alle diese Formen sind hier bislang noch nicht näher untersucht worden. Ökonomisch, wichtig ist jedenfalls nur die Colocasia antiquorum.

2. Anchomanes dijformis (Engl.).

Ein Knollengewächs mit nur einem großen dreiteiligen Blatt und stachligem Stiel. Die Teile des Blattes sind wiederum dreifach, zweifach, und diese Teile nochmals unregelmäßig geteilt. Die endständigen Blattsegmente endigen mit 23 großen Zähnen. Die sehr große Knolle wird unter dem Namen tcntcla in Unyamwesi gekocht gegessen.

Auch die Knollen der Hydrosme werden gegessen. Die Pflanzen sind der vorigen ähnlich, es fehlen aber die Stacheln an Stielen und Blattenden. Im Flinterland von Mossambik soll die Art H. mossambicensis (Schott.)palaimboa heißen. Beide Gattungen gehören zu den Arons-Stäben, von denen sicher noch manche der Knollen wegen benützt werden.

3. Coleus sp.

Die Numbu-Knollen der Eingeborenen finde ich in allen den Arbeiten, welche die ostafrikanischen Nutzpflanzen behandeln, übersehen, nur andeutungs­weise ist in den großen Werken, wie En gier und Prantl, sowie Oliver er­wähnt, daß einige Arten Coleus eßbare Knollen geben. Und doch sind diese ganz außerordentlich interessant, weil es außer Yams und Colocasien wohl die