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I 9°3 38994 0 Kilo im Werte von 32664 Mk.
1904 404196 „ „ „ „ 43 3°i „
1905 86668 „ „ „ „ 11641 „
Daressalam, Kilwa und Mikindani sind hauptsächlich an der Ausfuhr beteiligt. 1905, wo nur wenig Hülsenfrüchte ausgeführt und wohl auch weniger als sonst produziert wurden, war die Einfuhr entsprechend größer.
Zum Schutze der hiesigen Landwirtschaft zahlen Ph. mungo (chiroko) bei der Ausfuhr einen Zoll von 60 Pesa (90 Heller) für 100 englische Pfund (45 Kilo), Sorghum, Mais, andere Bohnen usw. die Hälfte.
15. Phaseolus vulgaris L.
Die gemeine Gartenbohne, Schneidebohne, Stangenbohne ist bei uns in
Europa mit ihren zahllosen Varietäten jetzt die bekannteste Bohne. Uber ihre Herkunft ist unendlich viel geschrieben. Unterschieden ist sie von den anderen hiesigen Bohnenarten durch ihre länglichen, etwas nierenförmigen Samen, die alle möglichen Farben haben. Eine lange Zeit glaubte man, daß sie aus Indien stammte. Sie ist dort aber eine neue Einführung, und ein alter Name existiert für sie dort nicht.. Die von Theo ph rast mit dolichos, von Dioscorides mit fasiolus, von den Römern mit fascolus und phasiolus bezeichnete Bohne gehörte sicher einer anderen Art an, wenn auch heute dieser Name sich auf die Gartenbohne übertragen hat. Neugriechisch fasoulina, italienisch fagiolo. albanesisch fasule. Nach Wittmack (Die Heimat der Bohnen und Kürbisse. Ber. d. D. bot. Gesellschaft. VI. 1888. S. 374) ist fizol, frizol ein amerikanisch-westindisches Wort, aus dem das spanische frijol, das deutsche fisol usw. entstanden ist. A costa nennt zwei Arten amerikanischer Bohnen, frisolcs und pallares. Nach Asa Gray und Trumbull fand Kolumbus drei Wochen nach seiner Ankunft auf Cuba Felder von »faxones« und »fabas«. Es scheint nur ein Zufall zu sein, daß die amerikanische Bezeichnung frizol etwas an das fasiolus, phaseolus der klassischen Völker anklingt. In den Ausgrabungen von Troja, in ägyptischen Gräbern, in den Pfahlbauten sind keine Bohnen gefunden, wohl aber andere Hülsenfrüchte. Ebenso waren sie den alten chinesischen Schriftstellern unbekannt.
Unsere Vorstellungen vom Ursprung dieser Pflanze haben sich ganz geklärt, seitdem Wittmack in den altperuanischen Gräbern von Ancon unzweifelhafte Samen der Phaseolus vulgaris zusammen mit anderen rein amerikanischen Samen nachwies. Ebenso sind sie in den praecolumbianischen Gräbern von Arizona in Nordamerika ausgegraben. Und unzweifelhaft ist es auch, daß erst nach 1492 unsere Bohne sicher beschrieben und überall erwähnt ist. Die Botaniker sind sich heute völlig darüber einig, daß die Gartenbohne amerikanischer Herkunft ist, wie die Kartoffel, Batate, Maniok, Mais, und daß alle die vielfachen Sorten dieser Bohne Amerika zu verdanken sind.
Heute wird diese Bohne in der ganzen Welt angebaut. In Indien wird sie wie alle möglichen anderen Bohnen loba, lobia oder bakla genannt.