Teil eines Werkes 
Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
Entstehung
Seite
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176

1889

1 770000 Kilo.

1896

2 100 000

1890

3610000

1897

6280000

1891

4520000

1898

718 000

1892

2200000 ,,

1899

2 206 000

1893

4160000 ,,

1900

4084000

1884

2 180000 ,,

1901

978000

1895

20000 ,,

1902

3191000

Hierbei ist in der Statistik Sorghum, Pennisetum usw. zusammengerechnet, da aber das erstere ganz bei weitem überwiegt, geben die Zahlen annähernd ein Bild der Ausfuhr von Sorghum. Von 1903 an wird Sorghum-Matama be­sonders aufgeführt:

1903

3711 196 Kilo im Werte von

217 166 Mk.

1904

1028254 n )> >>

88338

1905

266 931 n >>

23200

davon 391 Kilo über die Binnengrenze.

1906

12 768 ,, ,, jj j)

1 756

0

1907

23 I 26l ,, n

28563

7431 .

Über die Binnengrenze kamen nur wenige Kilo zur Ausfuhr. Der große Rückgang 1895 ist auf Heuschreckenschaden zurückzuführen, die geringe Aus­fuhr 1905/06 vielleicht auf großen eigenen Verbrauch im Lande durch die Bahn­bauten.

3. Cynodon dactylon Pers.

Das Bermuda-Gras soll hier wenigstens kurz erwähnt werden. Es ist in den tropischen und subtropischen Ländern der ganzen Welt wild vorhanden, und es ist auch in Deutsch-Ost-Afrika fast überall in so üppiger Entwickelung wild zu finden, daß man die winzige europäische Pflanze kaum wieder erkennen kann. Dies Gras bildet im Süden von Nord-Amerika die Grundlage der Weide­wirtschaft und ist da als »Bermuda-Gras« bekannt. In Indien bezeichnet man es meist als Dub-Gras, (Bengalen durba, Deccan hariali, (Sanskrit dürva). Über­all, wo man in Indien Rasenflächen anlegt, nimmt man nur diese Grassorte, die sich schnell ausbreitet und vermöge ihrer Ausläufer den Boden rasch festigt. Es ist wohl das beste Futtergras der Tropen.

Es ist in Deutsch-Ost-Afrika schon seit langem, z. B. in Daressalam, zur Herstellung von Rasen benützt, entwickelte sich aber auf dem dortigen mageren Boden nicht so schön, wie in Zanzibar. In größerem Maße ist dies Gras durch das Biol. Landw. Institut Amani verbreitet worden (seit Ende 1903), und jedes Jahr werden Hunderte von Säcken mit Wurzeln desselben von hier aus verteilt, so daß seine Kultur zu Weidezwecken und zur Anlage von Rasen allmählich ganz allgemein wird.