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Der Baum wächst in Zanzibar ziemlich häufig, auch an den meisten Orten an der Küste, ist aber im Innern nicht bekannt. Es ist eine Einführung aus Indien, wo er im Sanscrit sobhanjana, heute shamah, soandja, sonjo, sainga, sohanjana heißt, bei den Singhalesen murunga , murangay, bei den Tamilen murungai, bei den Persern sanja. Das Bäumchen wächst am Himalaya wild. An unserer Küste wird es mrongc genannt, also mit dem Namen der Tamilen und Singhalesen. Es ist wahrscheinlich nicht von den Indiern hier eingeführt, sondern die Araber lernten es in Süd-Indien kennen und führten es hier ein, oder aber es gelangte auf dem Umwege über Reunion hierher, wo man es mourong nennt, wohl von den französischen Besitzungen in Pondisherry aus. Es kann keine alte Einführung sein.
Die Früchte werden von den Farbigen gegessen. Die geschabten Wurzeln haben genau den Geschmack von Meerrettig und sind ebenso wie dieser zu benützen, zum Fisch oder gekochtem Fleisch sind sie ausgezeichnet. Aus den Samen wird eins der feinsten Öle, das Ben-Öl gewonnen, die beste Sorte durch kalte Pressung. Es ist als Salatöl verwendbar, besonders aber in der Uhrmachertechnik als feinstes Schmieröl gesucht. Auch ist es seiner völligen Geruchlosigkeit wegen vorzüglich zur Aufnahme von Wohlgerüchen in der Parfümeriefabrikation zu verwenden. So sollte sich der Anbau dieses nützlichen Strauches auf den Pflanzungen empfehlen, wo man ihn an den Wegen mühelos pflanzen konnte, um eine kleine Nebenrente aus seinem Samen zu erzielen und außerdem immer »Meerrettig« zur Hand zu haben.
16. Pedecellaria (Gynandropsis pentaphylla (L.) Schrank.
Dies 30—5° cm hohe Unkraut findet sich jetzt überall in den wärmeren Gegenden der Welt, ist aber nach Amerika eingeschleppt worden. In Afrika ist es wohl überall im Busch und auf Schutthaufen zu finden, vom Mittelmeer an bis zum Kapland. An den fünfteiligen Blättern und der Rispe mit weißen Blüten ist es unschwer zu erkennen.
An einigen Stellen westlich vom Albert-See wird das Kraut auch angebaut. Man macht aus den Blättern eine Gemüsesauce als Zutat zum Mehlbrei. Die schleimige Sauce aus ihr ist bei Arabern, Küstenleuten und Wanyamwezi beliebt. An der Küste nennt man die Pflanze mwanga, nach Sacleux auch mkabili- shamshe, bei den Wanyamwezi mgagani.
Ich glaube, daß die Pflanze in Afrika wild ist.
Sie hieß im Sanscrit surjavarta, arkapushpika, heute in Indien hurhur, karaila, vämmta, tilävana, mäbli, vcla, taivcla, -ivaila.
17. Portulacca oleracea L.
Der Portulak ist in allen wärmeren Gegenden der Erde zu finden, wird aber wohl nach Amerika eingeführt sein. In den warmen Zonen von Afrika kommt er ohne Frage wild vor, man findet ihn in Ost- wie in West-Afrika überall