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geborenen mammalongo genannt und nur zum Essen benützt. Er berechnet, daß jede Pflanze 4—5 Früchte trägt, und daß auf einem Hektar etwa 60000 Früchte gezogen werden können. Die Ausfuhr von »Schwämmen« scheint bisher nur von Japan aus zu erfolgen, von wo man jährlich 9 Millionen verschickt.
14. Momordica Charantia L.,
in Zanzibar Banyanen-Kürbis genannt. Die Pflanze hat kletternde Stengel und in 5—7 schmale, gezähnte Lappen geteilte, im Alter fast kahle Blätter, gelbe Blüten und eine spindelförmige, stachelwarzige und ein wenig geschnäbelte, orangegelbe Frucht von 15 —18 cm Länge. Da sie leicht bitter ist, entzieht man ihr diese Eigenschaft durch kochendes Wasser. Sie wird auch in Scheiben geschnitten, getrocknet oder zu Currysaucen verwandt.
Die Art findet sich in den gesamten Tropen der alten Welt, sehr viel in Indien, aber auch in China, den Malayischen Inseln und Arabien. In Amerika ist sie nur angebaut, oder verwildert vorhanden, in Indien, Arabien und dem tropischen Afrika kommt sie aber wild vor. Sie ist an der ganzen Westküste recht häufig, im Osten ist sie in Abessinien, Somaliland, Zanzibar, Mossambik und dem Zambezigebiet gefunden. Meistens wird die nicht sonderlich begehrenswerte Frucht wohl wild wachsen auf Schutthaufen und wüsten Plätzen.
In Indien ist sie seit der ältesten Zeit bekannt, sie heißt im Sanscrit kara- wula, sushavi, in den heutigen indischen Sprachen karela, karola, karli-kakora, auf Arabisch qisaul-barri, auf Persisch simahang, karelah. Die Swahili in Zanzibar nennen die Pflanze mboga-ya-kibanyani, d. h. Banyanen-Kürbis, nach Sacleux auch karela.*) Es scheint ziemlich sicher, daß sie in Ost-Afrika einheimisch ist, vielleicht aber haben die Hindu auch noch Samen hergebracht. Irgend eine ökonomische Bedeutung hat sie nicht, ebensowenig wie die verwandte M. bal- samina L., die von Arabien bis Kordofan vorkommt und von den Arabern mokah genannt wird, in Indien ebenso oder karelo-jangro. Sie ist auch in Zanzibar beobachtet worden.
Von der M. Charantia wurden die Blätter früher in Europa unter dem Namen Folia-Papavel, Papari medizinisch verwandt.
15. Moringa oleifera Lam.
(M. pterigosperma Gaert.) Der Meerrettigbusch ist ein 2—-3 Meter hoher Busch mit abwechselnd stehenden, 2 — 3-fach gefiederten Blättern und Trauben von wohlriechenden, weißen Blüten in den Blattachsen. Die Früchte sind bis 3 ° cm lange, in drei Klappen aufspringende Kapseln, die eine Menge von rundlichen, dreiflügligen, ölhaltigen Samen enthalten.**)
*) Bei den Haussa heißt die Pflanze garachitnno (?).
**) Von M. aptera Gaertn. sind Samen in ägyptischen Gräbern gefunden, es war der Myrobalanos des Plinius, der sesser in Ägypten. (Schweinfurth).