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furth’s Meinung in Kultur genommen wurde. Vielleicht stammten die besten, süßen Varietäten aber auch aus Vorderasien, aus der Tartarei und dem Kaukasus.
Die guten, süßen Melonen sind hier meines Wissens selten oder nicht gezogen worden. Jedenfalls sind sie hier nicht vor Ankunft der Europäer gewesen.
Bei der großen Unkenntnis, die noch über alle die hiesigen gurkenartigen Früchte herrscht, ist Einsendung allen Materials sehr erwünscht. Nur durch Kulturversuche kann man entscheiden, welche Sorten hierher, welche zu den Kürbissen gehören. Herr Dr. Braun hat mit diesen Kulturen in Amani begonnen.
7 . Cucumis metuliferus E. Mey.
Diese afrikanische Gurke ist nach der Darstellung von Warburg in Engler’s »Pflanzenwelt Ost-Afrika’s« diejenige der 16 in Afrika wildwachsenden Cucumis- Arten, die hier als Gurke gegessen wird. Sie unterscheidet sich von der echten Gurke durch ihre schwach-warzigen Früchte, sie wird 15—20 cm lang, bittere und säuerliche Früchte kommen durcheinander vor. Die Pflanze wächst in Süd-Afrika, Angola, Mossambik, Niger, Zentral-Afrika, Abessinien, Kamerun, Niger-Benue, Natal, in Zanzibar und an unserer Küste, und zwar anscheinend sowohl wild wie angebaut. Bei Tanga, Pangani, Bagamoyo, Tabora und in Uhehe sind sie gesammelt.*) Aber es ist von den Reisenden noch viel zu wenig auf diese Kulturgewächse geachtet worden, so daß bei dieser Art und bei anderen Cucurbitace cji noch sehr viel aufzuklären bleibt. Klarheit wird man nur bekommen, wenn man alle erreichbaren Sorten züchtet. Denn es gibt außer dieser sicher noch eine ganze Anzahl von Gurken, die wild hier wachsen und eßbar sind.
An unserer Küste heißen die Gurken tango, matango, in Usagara ebenso, in Kondoa-Irangi tambu, agogo, chuli, in Ungoni-Songea mahangc, bei den Wama- konde matctcrc, den Wanyamwezi malimbe, den Wahigao in Ugogo matanga , in Uhehe imbcde, mambcdc, in Uha matanga, in Ujiji, Uvinza, Utongwa mtaua , bei den Somali patir, in Westafrika bei den Kai kwapa.
Diese wilde, einheimische Gurke läßt sich auch von Europäern sehr gut, genau wie die Kultur-Gurke, als Salat essen, sie hat nur etwas reichlich Samen und man muß vermeiden, bittere zu erwischen.
8. Cucumis sativus L.
Die echte Gurke wird von Ifuropäern vielfach auf den Stationen gebaut und gedeiht an einzelnen Punkten sehr gut. An anderen Stellen aber hat sie sehr unter dem Stich einer Fliege zu leiden, deren Larve die Frucht nicht zur
*) Lambrecht beobachtete sie bei den Wassagara, Wakami, Wawidunda, Wamakuwa, Wanyamwezi, Wakaguru, Wassangu, Waseguha und Wakamba.