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mit denen aus Ägypten oder Südeuropa zu vergleichen. Die Neger essen sie deshalb auch meist nur gekocht. Die Sorten mit dem schönen, saftigen rosa Fleisch mit ganz feinem Aroma wachsen in Ländern mit trockener Luft und großer Hitze. Im Sommer in Südrußland, den Kaukasusländern, in Persien, Ägypten, in Süditalien usw. ist sie eine unschätzbare Wohltat für den durstigen Menschen. Als Delikatesse werden nach Zanzibar aus Suez, Aden, dem Somaliland feine Wassermelonen gebracht. Bei uns an der Küste spielt sie keine sehr große Rolle, mehr allerdings in den trockenen Gegenden, wie z. B. in Ugogo, und in Südwestafrika lebt oft Mensch und Tier von den Früchten, die dort massenhaft wild wachsen, sogar angeblich auch die Raubtiere löschen ihren Durst an ihnen.
5. Corchorus olitorius L. und C. acutangulus Lam.
Von der Pflanze, welche in Indien die Jute liefert, werden hier in Ost- Afrika die Blätter zu einer Gemüsesauce gekocht. Die echte Jutepflanze C. Cap- sularis unterscheidet sich von der auch in Indien vorkommenden C. olitorius nur dadurch, daß sie runde, die hiesige längliche Fruchtkapseln hat.
Die Pflanze ist über die ganze östliche Halbkugel verbreitet, bis nach Australien, und kommt wohl überall im wärmeren Teil von Afrika vor. Erkennbar ist dies meldenartige, bis 2 m hoch werdende Kraut daran, daß die untersten beiden Sägezähne der gezähnten, eilanzettlichen Blätter in zwei nach hinten gerichtete Schwänze auslaufen. Die Pflanze wächst hier auf alten Feldern, aber auch im Busch und in der Savanne, und es dürfte nicht daran zu zweifeln sein, daß sie hier ebenso wie in Indien wild vorkommt, während man meines Wissens die C. cap sularis noch nicht wild gefunden hat. Die Gewinnung der Faser aus dieser ist erst seit kaum ioo Jahren bekannt oder doch wenigstens ökonomisch ausgebeutet, und es ist nach der Meinung von Watt und anderen nicht ausgeschlossen, daß C. cap sularis eine in Indien entstandene Züchtung ist. Im Jahre 1828 wird zum ersten Mal die Faser als Ausfuhrprodukt aus Indien erwähnt. In kurzer Zeit entwickelte sich daraus eine höchst wichtige Industrie, und 1850 wurden schon für 8 Millionen Mark, 1883 für fast 80 Millionen Mark, 1890 für 180 Millionen Mark an Jute-Fasern und -Säcken ausgeführt.
Früher wurde in Indien, wie auch in Ägypten ebenso wie bei uns, die Pflanze nur als Blattgemüse benützt, und sie muß zu diesem Zweck schon in sehr alter Zeit bekannt gewesen sein. Von drei verschiedenen Autoren wird ihr Sanscritname verschieden angegeben mit nadika, patta, singgika, die heutigen Indier sollen sie pat, bhungi, banpat, banphal, bangha, koshta nennen. Die Wörter mit ban bedeuten wahrscheinlich Hanf, koshta wird wohl der Name speziell dieser Pflanze sein, das Gemüse soll nalita heißen.
In Ägypten scheint C. 0litorius etwa seit Beginn unserer Zeitrechnung kultiviert zu sein, das malluach der Juden ist aber vielleichtjeine eßbare Malve gewesen. In Ägypten und Syrien heißt sie mellokych, mclokiah, melochiah, in Kreta mouchli.a,