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Anhang.
Einige ganz neue Einführungen mögen hier nur kurz erwähnt werden.
Doryalis (Dovyalis) hcbecarpa Warb., ein kleiner aus Ceylon stammender Fruchtbaum, verwandt mit den südafrikanischen Sorten D. rham- noidcs und D. rotundifolia, den Zuurcbcsjcs der Capholländer und dem D. Caffra, dem dortigen » Kai-appeh. Die obige Art hat in Amani noch keine Frucht getragen.
Flacourtia Ramontchii l' Her. Die Madagascar-Pflaumc, der Mada- gascar-Apfel aus Madagascar und Ost-Indien, batoka-Pflaume von Zambezi hat in Amani noch nicht getragen. Ihre Früchte sollen eßbar sein, wenn man sie vorher zwischen den Fingern knetet. Dasselbe ist der Fall mit der
Flacourtia cataphracta Roxb. (Fl. Jangomas Stcud), die in Indien talisputri, paniala, in Java lovilovi heißt.
Flacourtia sapida Roxb. ist der boo inch, bmvchee, bincha der Indier, oogoorassa der Singhalesen, swaadoo-kuntuka des Sanscrit. Die rotschalige Frucht soll Pflaumengröße erreichen und im Geschmack an Stachelbeeren erinnern. In Amani hat sie noch nicht getragen, ebensowenig die Fl. Rukain Zoll et Mor aus Hinter-Indien.
Eriobotrx/a japonica Finde. Die japanische Mispel oder Loquat, von den Franzosen bibasse, von den Engländern Japan-plum genannt, wächst bei uns an der Küste, hat aber dort noch nie Früchte getragen. In West-Usambara dagegen bringt sie auch Früchte, die im Oktober reifen (Garten in Wilhelmsthal). Die Exemplare in Amani sind noch nicht tragfähig. Wir erhielten die ersten Samen 1900 aus Reunion, wo sie massenhaft gebaut wird, aber kleine, unscheinbare Früchte trägt. Später bekamen wir auch noch Pflanzen von Neapel, die hoffentlich einer besseren Sorte angehören und zum Pfropfen der übrigen benützt werden können.
Ho venia duleis Thuinb, der Sika von Indien ist dort, in Nepal, China, Japan heimisch. Die in Amani haben noch nicht Früchte getragen. Die kleinen, trockenen erbsenartigen Früchte sollen wie bei Anacardium auf einem fleischig werdenden Fruchtstiel sitzen, der angenehm schmecken soll.
Chri/sophf/llimi Icaco L. ein Strauch oder kleiner Baum, der ursprünglich aus Amerika stammt, die Cacao-Pflaumen von West-Indien. Die einsamigen, 2—2V2 cm großen Früchte sind weiß oder rosa, bei einigen Sorten auch schwarz. In Daressalam ist sie ca. 1896 eingeführt, ein Exemplar steht dort neben der Gärtner-Wohnung. Die Frucht schmeckt sehr dürftig.
Primus Euddam die pajja-paddam von Nordwest-Indien soll bittere kleine Früchte haben. In Amani haben sie noch nicht getragen.
Cf/p7i omandra betaeea Sondt, eine fast baumartige Solanee, aus Brasilien stammend. Die Samen erhielt ,ich 1901 in Süd-Indien. Die Pflanze ist jetzt auf den Pflanzungen in Usambara ziemlich oft zu finden. Die pflaumengroßen, violettroten Früchte schmecken angenehm, sowohl roh als auch besonders wie Tomaten geröstet. Man nennt sie Baumtomate.