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gezogen haben, aber sie gedeihen nicht besonders bei uns. Die ersten hatte wohl der Sultan in seinem Garten in Zanzibar, sie geben bei vieler Pflege leidlich genießbare Trauben und zwar weiße und rote; aber es werden auch jährlich frische Trauben als Delikatesse für die Araber und Indier von Bombay eingeführt. Die »Weißen Väter« hatten in ihrem Garten in Zanzibar recht gute Trauben, deren Samen sie aus Algier bezogen hatten, die Benediktiner ebenso auf Kunazini bei Daressalam.
Später kultivierten wir dann Reben in Kwai, wo die Pflanzen in der kalten Zeit die Blätter warfen und so die zu ihrem Gedeihen nötige Ruhe bekommen. Es wurden recht geschmackvolle Trauben aus italienischen Reben gewonnen und später auch noch eine ganze Anzahl besonders empfohlene amerikanische Reben (vom Kolonial-Wirtschaftlichen Komitee gesandt) kultiviert. Aber die Reben litten sehr unter der Pcronospora und waren sehr mühsam zu behandeln. Und da es sich um keine rentable Kultur handelte, hat man mit der Zeit sie wieder ziemlich aufgegeben. Hier in Amani kommen die Reben recht kümmerlich, ruhen zwar auch in der kühlen Zeit, werden aber sehr von Käfern heimgesucht, die die Blätter anfressen.
Vor einer Reihe von Jahren versuchte ein Franzose namens Langon, der in Tunis große Weingüter angelegt hatte, auf den Bergen oberhalb von Segoma, östlich von Ostusambara, Reben im großen zu ziehen; er meinte, wenn die wilden Weinarten der Gattungen Cissus und Amp c lop sis hier gut wüchsen, müßte dies auch mit den europäischen der Fall sein. Aber das Unternehmen schlug ganz fehl und wurde verlassen. Der Wein kommt auch in Indien ebenso wie die europäischen Obstsorten meines Wissens nur da vor, wo ein ausgesprochener Winter herrscht, zum Gedeihen braucht er eben die Saftruhe. Hier und da wird man bei uns als Kuriosität, und weil jemand Freude daran hat, mit vieler Mühe Wein ziehen können, wie es auch auf den Bergen in Indien, in Timor und Luzon geschieht, man wird, wenn er gegen die Pcronospora regelmäßig mit Bordeauxbrühe bespritzt, auch Trauben erhalten, aber wirtschaftliche Wichtigkeit wird die Rebe kaum erlangen, wie sie das in Südafrika hat.
Nach Saccleux’s Angaben sollen die wilden Weinarten folgendeNamen haben: Amp e lo eis sus as arifo lia Bak mzabibu mwitu,
A. Grantii Bak in Usegua mtongotongo,
A. sp. mwangirc.
42. Zizyphus Jujuba Lam.
Jujubendorn, Brustbeerenbaum. Ein kleiner Baum oder Strauch mit kleinen meist paarweis stehenden und oft hakig gebogenen Stacheln und sehr variablen, unterseits hellwollig behaarten Blättern. Die etwa kirschgroßen, gelben, runden Früchte sind fleischig-mehlig und haben etwas Apfelgeschmack. In ihnen sitzt ein ein- bis zweifächriger, runzliger und etwas spindelförmiger Stein.
Die Pflanze ist von Süd-China an durch das ganze südliche Asien, Afga-