36. Spondias dulcis Forst.
Der Cythere-Apfel, süße Monbinpflaume. Es ist ein kleiner Baum, der auf den Gesellschafts- und Freundschafts-Inseln, sowie auf Fiji heimisch ist. Als Cook die Inseln entdeckte, nährten sich die Eingeborenen von diesen Früchten, die sie evi oder hcvi nannten. Unter diesem Namen war er auch zeitweise in Reunion bekannt, doch findet man dort mehr die Bezeichnung »Ponnne-Cythere«. Im angelsächsischen Nordamerika nennt man die Frucht »spanish plum«, in Ost-Indien amara, umira, ebenso wie die nahe verwandte in Indien heimische S. mangifera Willd. IJ&2 ist der Baum in Jamaica eingeführt und von da nach San Domingo gebracht. Nach Ostafrika haben ihn meines Wissens zuerst die französischen Missionare (»schwarzen Väter«) von Reunion, von wo aus sie nach Bagamoyo und Zanzibar kamen, gebracht. Ich habe schon 1893 die Früchte auf der Mission in Morogoro gegessen. Sie waren aber wohl dahin eingemacht von Bagamoyo gesandt. Später ist der Baum dann noch nach Daressalam, Mombo und Amani gebracht worden.
Die Samen sollen ziemlich schwer keimen, weshalb man die Pflanze in Indien meist durch Propfung auf S. mangifera vermehrt. Die eiförmige Frucht wird 1 Pfund schwer. Die Rinde hat einen Terpentingeschmack, das Fleisch ist recht angenehm säuerlich aromatisch, jedoch wird der Genuß gestört durch die vielen starren Fasern, die vom Kern ausgehend das Fleisch durchsetzen.
37. Spondias lutea L.
Die gelbe Monbin-Pflaume ist im tropischen Amerika, Java und Westafrika angebaut unter dem Namen hobo, jocotc, Schivcinspflaumc, muguenge, in Guinea als adodomi. Die Frucht ist ähnlich der vorigen, hat aber wenig Fleisch. Sie ist wohl von Amerika aus verbreitet worden. Nach Sch wein furth und Emin ist der Baum auch in der Aquatorialprovinz vorhanden. In Amani haben wir einige Exemplare.
38. Tamarindus indica L.
Die Tamarinde, ein hoher Baum mit gefiederten graugrünen Blättern und sehr dichter Krone. Die gelblich-rot gezeichneten Schmetterlingsblüten stehen in endständigen Trauben. Die Frucht ist eine längliche, nicht aufspringende Hülse, die halbmondförmig gekrümmt und durch Anschwellen der Samen etwas gegliedert ist. Außen hat sie eine dünne, braune Hülle, unter der noch eine dicke holzige Schale liegt. Im Inneren sind die schwarzen rundlichen Kerne, von Fasern und einer breiigen Masse umgeben, die süß-säuerlich ist.
Die Tamarinde ist jetzt durch die Tropen beider Erdhälften verbreitet, aber meistens wohl angepflanzt. Man meint im allgemeinen, daß sie ursprünglich nur in Afrika heimisch ist, jedenfalls findet sie sich hier heute wild in der ganzen Zone der nicht zu trockenen Savannen; sie fehlt in den Ländern mit feuchtem Urwald und in den ganz trockenen Steppengebieten. So kommt sie im Sudan,