zu sein, die außer in Mexico jetzt wohl nur noch auf den Canaren betrieben wird, denn die künstlichen Anilin-Farhen machen ihr eine zu große Konkurrenz.
27 . Passiflora edulis L.
Die Grenadilla. Eine schlingende Passionsblume mit dreigeteilten, gesägten, glänzend grünen Blättern und pflaumengroßen, braunvioletten Früchten, in deren harter Schale eine sehr aromatische, saftige, gelbliche Fruchtmasse mit vielen kleinen schwarzen Kernen liegt. Man schneidet die Kuppe der Frucht ab und löffelt den Inhalt aus, mit ein wenig Zucker oder Wein versetzt schmeckt er sehr angenehm und erfrischend. Ich erhielt die Samen etwa 1896 aus Natal. Die sehr anspruchslose und auch dekorative Schlingpflanze mit ihrem schönen Laub und prächtigen Blüten hat sich hier im Gebirge überall eingeführt, wächst auch in der Ebene. Sie verbreitet sich immer mehr. Zuerst wurde sie in Kwai kultiviert. Sie reift von Januar bis März.
28. Passiflora quadrangularis L.
unterscheidet sich von der vorigen durch geflügelten Stiel und ganze, nicht geteilte Blätter. Das Blatt ist ungeteilt, hat aber am Stiel Warzenpaare, wohl als Reste von Fiedern. Ihre Früchte sind viel größer, bis 30 cm lang, walzenförmig, grün mit zweifingerdicker Schale. Um den inneren Hohlraum sitzen die länglich-kleinen Kerne, je umhüllt von einer durchsichtigen, saftigen Fleischmasse, die etwas wie Weinbeeren schmeckt. Die dicke Fruchtschale kann man mit Zucker einkochen. Diese Art ist nicht so beliebt wie die vorige, mehr decorativ als zum Essen angenehm. Sie wurde zuerst in Amani kultiviert. Die Früchte reifen im Juni bis Juli.
29. Passiflora sp.
ebenfalls mit ungeteilten Blättern und mit auffallend großem Kelch, hat in Amani noch keine Früchte getragen.
Ohne Zweifel stammen alle diese Passionsblumen aus Amerika. Eine Sorte soll bei den Tupf mburu cnia heißen.
30. Persea gratissima Gaert.
Die Avocado-Birne. Es ist ein hoher, schön belaubter Baum mit großen elliptischen, ledrigen Blättern. Die Frucht hat die Gestalt einer großen grünen Birne. Unter einer dünnen, grünen Schale liegt ein dickes, sehr fetthaltiges Fruchtfleisch, darin locker ein walnußgroßer Kern, der sehr bald keimt und sich deshalb nicht leicht versenden läßt. Das Fleisch, das man nach Entfernen des Kernes mit Zucker oder mit Salz und Pfeffer auslöffelt, schmeckt sehr angenehm, ist aber nicht ganz leicht verdaulich. Der Baum stammt ursprünglich vom Festland des tropischen Südamerikas. Oviedo erwähnt ihn schon 1526 in einem Bericht an Kaiser Karl V. aus Kolumbien und beschreibt ihn später näher aus