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Von einigen werden sie aber geschätzt und behauptet, daß sie das Aroma von Pfirsichen hätten. Vielleicht gibt es verschiedene Rassen. Ihr Anbau kann dort sehr empfohlen werden, wo wegen zu niederer Temperatur die echte Papaya nicht mehr gedeihen will. Die Samen der aus Südamerika (Equador) stammenden Pflanze brachte ich 1900 aus Indien mit, die Pflanzen haben in Amani und West- usambara reichlich getragen und sind in der Folge auch schon verschiedentlich verteilt worden. Sie werden in den Höhen des Zwischenseengebietes, in Uhehe etc. ebenso gut wachsen wie im Mittelmeergebiet.
14. Ceratonia siliqua L.
Der Johannisbrot-Baum. Ein schöner Baum mit gefiederten Blättern, deren Fiederchen groß und lederig sind, trägt die langen, braunen Früchte, die jedes Kind als »Johannisbrot« kennt. Sie haben im Innern einer holzigen Hülse ein trockenes süßliches Fruchtmuß von einem unangenehmen Geschmack nach Buttersäure. Der Baum wird heute im ganzen Mittelmeergebiet gebaut, ist aber ursprünglich nur im östlichen Teile desselben bis südlich in Yemen heimisch, wo Deflers und Schweinfurth wilde Bäume fanden, vielleicht auch noch in der Cyrenaika, wo die Früchte den halb sagenhaften Lotophagen als Nahrung gedient haben mögen,*) wie sie es auch für Johannes in der Wüste und für den »verlorenen Sohn« der Bibel waren. Die Griechen nannten den Baum nach der Hornform der Früchte keration, kerataia und verbreiteten ihn nach Italien, wo man die Früchte siliquae graccae, siliquac syriacae nannte. Die Griechen benützten die Samen von diesem und anderer akazienartigen Bäumen als kleinstes Gewicht beim Abwägen von Juwelen als »Karat«. Wenn nun auch die Früchte allgemein bekannt, und der Baum auch vielleicht hier und da gebaut wurde, scheint seine Kultur erst durch die Araber in Nord-Afrika, Sicilien, Spanien usw. ausgebreitet zu sein, un'd diese übertrugen mit ihm auch den arabischen Namen des Baumes chirnub, charub, charrub ins Abendland, und daraus wurde das carruba der Italiener, carubicr, carougc der Franzosen, algarrobo der Spanier.
Die Frucht enthält, besonders in ihren besseren, durch Pfropfung vermehrten Sorten viel Zucker (bis 50 %) und ist nicht nur eine menschliche Nahrung, sondern ein äußerst gesuchtes Viehfutter, besonders für Pferde. Die guten Varietäten werden als »Johannisbrot« aus den Ländern des Mittelmeeres exportiert. Sie müssen gepfropft werden, da Sämlinge minderwertige Früchte liefern.
In Hamburg allein wurden z. B. eingeführt:
1903 1963 Dz. im Werte von 46330 Mark (23,60 Mk. per Dz.)
1904 2190 „ „ „ „ 56870 „ (25,97 „ „ „ )
1905 2954 „ „ „ „ 65820 „ (22,28 „ „ „ )
1906 5054 „ „ „ „ 101050 „ (20 ,, „ „ )
und zwar meist von Italien und Griechenland.
*) Man sagt allerdings auch, daß die Nahrung der Lotophagen die Früchte des Judas- dornes (Zizyfihus) waren, vielleicht auf der Insel Djerba.