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genommen ist, so illustriert dies Beispiel besser als andere die Unfähigkeit der Neger, etwas anzunehmen, was nicht in ihren Hackbau paßt, den allein sie kultivieren. Es ist dies ein ethnisch sehr wichtiges Problem, der Hackbau ist sicher älter als unsere Landwirtschaft und ist von den Negern vorzüglich durchgebildet, aber ohne fremde e t h n i s c h e B e i m i s c h u n g gehen die Neger auch kein Haarbreit von diesem Wirtschaftssystem ab, und ich glaube nicht daran, daß sie ohne Beimischung fremder Völkerelemente fähig sind und Neigung haben, sowohl Baumkulturen zu treiben als auch besonders eine Pflugwirtschaft mit Düngung ^anzunehmen. Es sei denn, daß man sie dazu zwingt, und dabei kommt nichts heraus. Der Neger wird stets bei seiner Hackwirtschaft bleiben, die in ihrer halbnomadischen Art den Boden sehr mitnimmt und die den Wald durch fortwährenden Wechsel der bebauten Flächen verwüstet.*)
Nur stellenweise (z. B. Unyamwezi) haben die Neger einige Papaya angepflanzt.
Durch Dr. Preuß erhielten wir aus Zentral-Amerika 1900 die Samen einer besonders großfrüchtigen und guten Varietät Papaya, die zuerst im Garten in Daressalam gezogen und dann viel verbreitet wurde.
Die Früchte geben in reifem Zustand eine recht angenehme Speise, aus den unreifen kann man ein Gemüse, ein dem Apfelbrei ähnliches Kompott und ein anderes Kompott herstellen, das wie süßsaure Gurken oder Kürbisse zubereitet wird. Die Blätter werden benützt, um darin Fleisch einzuwickeln, das nach kurzer Zeit infolge der Einwirkung des eiweislösenden Papa'ins, weich wird. Am besten gelingt dies, wenn man die frischen Blätter mit Wasser zerkleinert und das Fleisch auf einige Zeit hineinlegt. Recht wertvoll ist ferner der erhärtete Milchsaft aus den unreifen Früchten, der als »Succus papayae crudus siccus« von Jamaica oder als »Succus papaya coagulatus siccus« von Ceylon aus in den Handel kommt. Der erstere ist gelblich, der letztere weißlich. In dem Katalog von Merk in Darmstadt wird das Kilo davon mit 50 Mk. angegeben, der Engros-Preis wird natürlich geringer sein, aber ich bin überzeugt, daß man auch hier, wo die Pflanze sich mühelos als Wegeeinfassung in Mengen auf den Pflanzungen ziehen ließe, mit diesem getrockneten Saft ein Geschäft machen könnte, wenn man genügende und billige Arbeiter zu seiner Gewinnung zur Verfügung hat. Eine Pflanzung hat dies auch getan. Wie sich ihre Berechnung dafür stellt, entzieht sich meiner Kenntnis.
13. Carica candinamarcensis Hook.
Die Bergpapaya ist der anderen gewöhlichen Art im Äußeren ziemlich ähnlich, hat aber kleinere (25 cm) und viel weniger schmackhafte Früchte.
*) An europäischen Versuchen, die Pflugkultur beim Neger zu verbreiten, hat es nicht gefehlt. Angenommen ist sie unter dem Einfluß starker Europäer-Siedelung in Süd-Afrika. Nord-Afrika und Abyssinien haben sie seit langem. In Togo — bei ganz anderen ethnischen Unterlagen als in Ost-Afrika — scheint ihre Einführung neuerdings Erfolg zu haben.
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