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Gekühlt und besonders mit etwas Sherry durchgerührt, lieben viele Europäer diese Anone sehr, mehr beliebt ist aber die nächste Art.
In Mombo reift die Frucht im Februar bis März.
7 . Anona muricata L.
Die Stachel-Anone, corrosol, cachimcnt der Franzosen, suirsak der Holländer, soursop der Engländer, gnanabcna der Spanier. Sie hat glatte, fast glänzende Blätter und eine 2—3 Kilo schwere Frucht, deren grüne Schale mit nach der Spitze gerichteten, weichstacheligen Warzen bedeckt ist. Das Fruchtfleisch ist faserig, aber sehr saftig, aromatisch und angenehm säuerlich-süß. Man kann es manchmal mit in Fruchtsaft getränkter Baumwolle vergleichen. In ihm liegen eine Menge schwarzer Kerne. Es ist roh sehr erfrischend und gibt mit etwas starkem Wein durchgerührt einen sehr angenehmen Creme.
Diese Art ist bei uns viel seltener als die vorige, in Zanzibar zwar häufiger, an der Küste aber war sie nur stellenweis anzutreffen, wo nicht die Europäer sie eingeführt haben.
Der hier gebräuchliche Name ist staphcli, auch staphili ya kisunga, d. h. europäische Anone, ein Wort, das offenbar aus dem indischen sitaphal entstanden ist. In Indien scheint sie aber viel seltener als die vorige zu sein, Watt erwähnt sie nur ganz kurz ohne einheimischen Namen. In Ceylon und in den malayischen Inseln wird sie meines Wissens öfter angebaut, in Reunion und Mauritius viel. Ursprünglich stammt sie aus Amerika.
Ich nehme an, daß sie in Ostafrika erst ziemlich spät eingeführt wurde, und zwar wahrscheinlich von Reunion aus im Anfang des vorigen Jahrhunderts. Ich kann für diese Vermutung allerdings keine Beweise bringen.
Die Frucht reift in Mombo im Juli bis September und im Februar.
8. Anona reticulata L.
Die Netz-Anone, Ochsenherz, srveet-sop oder bullock’s heart der Engländer, coetir de bocitf der Franzosen. Diese Art hat Blätter wie A. squaviosa, aber sie sind unterseits stark rauh, die Früchte haben keine Erhöhungen oder Warzenstacheln, sondern sind nur netzartig gefeldert und rötlich bis violett gefärbt. Das Fruchtfleisch ist etwas trockener und körniger als bei den anderen Arten und von einer recht aufdringlichen Süße; meist ist die Frucht deshalb bei den Europäern nicht sehr beliebt, aber es läßt sich ein Kompott daraus bereiten, das besser als die rohe Frucht mundet.
Diese Art ist selten bei uns gepflanzt; teils mag das damit Zusammenhängen, daß sie nicht so beliebt ist, hauptsächlich aber wohl, daß es eine spätere Einführung als A. squamosa ist.
Die Frucht scheint in Indien recht verbreitet zu sein, sie heißt dort ramphal, bei den Tamilen rama-sita-maram, bei den Singhalesen anona mar am, bei den Malayen ?iona, manna.