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gelangt, wurde dort den Negern der Urzeit bekannt, die ihr einen besonderen Namen gaben, sie aber zunächst wohl kaum kultivierten, da alle Baumkulturen den Negern nicht liegen. Erst die fremden Ansiedler, besonders die Perser und deren Abkömmlinge und Mischlinge, breiteten die Kultur aus, deren sich schließlich der Handel und die deutsche Verwaltung annahmen und sie noch mehr ausbreiteten.
5. Elaeis guineensis L.
Die Öl-Palme ist in Afrika einheimisch und zwar im Gebiet der westafrikanischen Waldflora. Sie findet somit ihre natürliche Grenze nach Osten mit dem Tanganika, an dessen Ostufer sie noch vorkommt und im Semlikital bezw. den Grasländern westlich vom Albert-See. Auch am Nyassa-See wird sie noch gefunden. In einem, wohl versprengten, Exemplare fand Emin sie bei Bukoba. Die andere Art der Gattung, E. melanococca Gärt, findet sich in Amerika von Costarica bis zum Amazonas sowie in Madeira. Sie soll von der afrikanischen kaum zu unterscheiden sein. Es wird sich wohl um »Verschlagungen« handeln, vielleicht durch die vom Benin-Golf nach Amerika gehenden Meeresströmungen. Die Ölpalme ist vor der deutschen Herrschaft im Küstengebiet von Ost-Afrika ganz sporadisch kultiviert, so in einem kleinen Hain s.-w. von Daressalam, außerdem im Hinterland von Tanga im Kumba-Tal, und im englischen Gebiet bei Potwe nördlich von Wanga. In größeren Beständen ist sie ferner auf der Insel Pemba zu treffen. Von dort werden ihre Kerne sogar nach Zanzibar zum Verkauf gesandt. Neuerdings ist sie dann noch im Süden der Kolonie im Lukuledital durch Herrn Körner, und am Rovuma vom Jumben Aliossi s.-w. von Nutichera bis zum Jumben Hussein östl. Nchichira in einer Luftlinie von ca. 60 km von Freih. von Nord eck zu Rabenau gefunden. Vielleicht stehen hier teils auch wilde Phönixpalmen, aber sicher auch Elaeis. Ebenso steht ein ganzer Wald von Elaeis am Mkomazi etwas unterhalb Mazindi, wo sie der Überlieferung nach früher von Arabern angepflanzt sein sollen.
Überall an der Küste wird die Ölpalme von den Eingeborenen vi-chikichi genannt; für den unteren Congo habe ich noch den Namen maba gefunden, für die Fan alen, die Jaunde eilen, für Dualla lende, für die Wapokomo am Tana mndsekwa\ die Wamanyema am Tanganika sollen ebenfalls das Wort mabo gebrauchen, die Wakussu mmba, die Wakondjo im Semliki- Tal evetartda. Das Ol heißt in Ujiji inavessc (mavuta.) Die Wanyamwezi nennen die bei Mazindi wachsenden Ölpalmen mgai. Eine gute Varietät der Pflanze
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überall an den Küsten wachsenden Casuarinen sind offenbar von Strömungen aus Nord- Australien nach Ost-Afrika getrieben. Bei Kihva fanden sich 1904 noch Massen Bimstein am Strande, ebenso 1905 bei Tanga.
Nach Cook hat F. Leguat, 1690 Schiffbrüchiger in Rodriguez bei Mauritius, dort keine Cocospalmen vorgefunden, aber während seines Aufenthaltes auf der Insel warf die See dort einige keimende Cocos-Nüsse an den Strand. (!)