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Ergebnisse der Arbeiten des Samoa-Observatoriums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
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DAS SAMOA - OBSERVATORIUM.

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den Hafen zu vermessen, und ich konnte ihm hierzu sowohl einen allgemeinen Arbeitsplan vorschlagen, als auch durch Vermittelung bei den betreffenden Häuptlingen auf Mulinuu dazu verhelfen, daß die von Herrn Landmesser Lammert früher festgelegte Basis durch Beseitigung der darauf inzwischen erstandenen Hindernisse, wie Hütten, Bananen etc., wieder benutzbar wurde und konnte so dem Kriegsschiff einen Gegendienst für die Neuerrichtung der Observatoriums- Windfahne leisten.

Um einem Verfall der Observatoriums - Hütten vorzubeugen, ließ ich 1904 die ursprünglich nur für eine Haltbarkeit von ein bis zwei Jahren berechneten Samoa-Schutzhäuser mit neuen Lau und Pola versehen; auch machte sich die Errichtung eines einfachen Bootschuppens aus einheimischem Material sowie eines Bootsteges und eines Abtrittes erforderlich.

In diesen letzten Monaten vor der Ankunft des zu meinem Nachfolger be­rufenen Herrn Dr. Linke dem ich in dieser Zeit seinem Verlangen entsprechend, sowohl betreffs seiner persönlichen Ausrüstung, als auch betreffs der sachlichen Bedürfnisse des Observatoriums Ratschläge erteilte beschäftigte ich mich unter Beistand des für einige Monate angestellten Herrn Dietzsch, den später Herr Gosche ablöste, mit Ordnen und Einträgen der Orignalablesungen, die sich durch die verlängerte Aufenthaltsdauer allzusehr angehäuft hatten, ob­wohl ich bei dieser Arbeit gelegentlich auf dem amerikanischen Konsulate freundschaftliche Hülfe gefunden hatte. Beim dauernden Betriebe eines Obser­vatoriums ist es natürlich erforderlich, diese Eintragungen stets auf dem Lau­fenden zu halten.

Um den für derartige Bureauarbeiten notwendigen, vor Wind und Wetter geschützten Arbeitsplatz zu sichern und aus den schon früher angegebenen son­stigen Gründen wurde inzwischen der Bau eines festen Observatoriums-Wohn­hauses angeregt, seine Ausführung blieb aber meinem Nachfolger Vorbehalten. Da für die Errichtung dieses Hauses ein Platz in der Nähe des Malietoa-Grabes in erster Linie in Frage kam, das auch einer in Zukunft vielleicht zu andern Zwecken wünschenswerten Erweiterung des Observatoriums unbequem werden konnte, trat ich sowohl mit dem Oberhaupt der Malietoa-Familie, Faalata, als auch mit dem Sohne des Malietoa-Laupepa, Tanumafili, in Verbindung, um sie zu veranlassen, dem bei den Samoanern im allgemeinen üblichen Gebrauche gemäß, die Gebeine des Toten nach seinem Heimatsitze zu überführen. Tanu erklärte sich bereit, die Angelegenheit der in diesem Falle zuständigen Ortschaft Sapapalii auf Savaii zu unterbreiten. Da derartige Verhandlungen auf Samoa ziemlich lange zu dauern pflegen, habe ich die Sache nicht bis zu Ende verfolgen können, mußte die Erledigung der Angelegenheit vielmehr meinem Nachfolger überlassen.

10. Aufbruch und Übergabe des Observatoriums.

Herr Dr. Linke langte am 15. Dezember 1904 in Apia an. Im Laufe der

nächsten Wochen übernahm er die verschiedenen Instrumente, für die er manche

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