Mehrteiliges Werk 
Ergebnisse der Arbeiten des Samoa-Observatoriums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

DAS SAMOA - OBSERVATORIUM.

27

II.

Bericht über die Arbeiten des Samoa-Observatoriums in den Jahren 1903 und 1904

von

Otto Tetens.

1. Vorbereitung und Ausreise.

Vorbereitung. Am 15. Januar 1902 verließ ich meine Stellung als Assistent der Kaiserlichen Universitätssternwarte zu Straßburg und begab mich in den Dienst der inbezug auf das Samoa - Observatorium von dem Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Wagner vertretenen Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften nach Göttingen, wo mir eine verwandte Familie ihr Haus freund- lichst zur Verfügung gestellt hatte.

Der Plan, auf Samoa ein Observatorium zu errichten, war schon im Herbst des Jahres 1901 soweit gefördert gewesen, daß der Abreisetermin der Expedition bereits festgesetzt und ein Teil des Materials, nämlich die zu magnetischen Be­obachtungen bestimmten Bretterhütten, nach Bremen abgesandt waren, als sich leider der Observator gezwungen gesehen hatte, von der Unternehmung zurückzutreten. Die erdmagnetischen Registrierapparate waren zur Stelle, die beiden in Potsdam hergestellten Beobachtungshäuser wurden von Bremen nach Göttingen beordert und hier provisorisch zu meiner Informierung auf dem Ge­lände des Geophysikalischen Instituts aufgebaut, dessen Direktor, Herr Professor Wiechert, sich neben Herrn Geheimrat Wagner lebhaft der Expedition widmete. Insbesondere gelangte im Februar 1902 unter Leitung des ersteren ein von ihm neu erdachtes mechanisch registrierendes Erdbebenpendel, für das Samoa-Observatorium bestimmt, in einer auseinandernehmbaren Hütte zur Auf­stellung.

Bald nach meiner Ankunft in Göttingen und noch vor Beginn des Aufbaues, Ende Januar und Anfang Februar, unternahm ich eine zehntägige Reise nach Hamburg, Berlin und Wolfenbüttel. In Hamburg hatte ich mich seitens des