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Ergebnisse der Arbeiten des Samoa-Observatoriums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
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HERMANN WA8N1SE,

ihre Ausrüstung und Ausnutzung kennen zu lernen und auch bei dem spätem erneuten Abbruch und der Verpackung gegenwärtig zu sein.

Zur Kenntnisnahme in der Handhabung der neuen erdmagnetischen Instru­mente ging Dr. Tetens , wie er in seinem eigenen Bericht näher erläutert, auf kurze Zeit nach Potsdam, weilte der luftelektrischen Beobachtungen wegen in Wolfenbüttel und ließ sich in Hamburg in den Manipulationen von Drachen­beobachtungen unterrichten. Die Anstellung dieser letztem in Apia war durch den Direktor der meteorologischen Zentralstation in Straßburg, Professor Hergesell, angeregt worden. Die K. Gesellschaft bewilligte zur Beschaffung der nötigen Utensilien aus ihren eigenen Mitteln 3500 Jt, nachdem Dr. Tetens sich bereit erklärt hatte, auch diesem Punkte seine Aufmerksamkeit schenken zu wollen.

Naturgemäß ward von unserer Seite zu möglichst baldigem Aufbruch ge­drängt , um wenigstens noch während eines Teiles des verabredeten Beobach­tungsjahres simultane erdmagnetische Messungen in Apia anstellen zu lassen. So wurde denn am 17. März 1901 mit dem Abbruch der Hütten auf dem Hain­berg und der endgültigen Verpackung der Ausrüstungsgegenstände unter Auf­sicht von Dr. Tetens begonnen, ebenso wie er die Verladung derselben auf dem am 9. April von Bremen abgehenden Lloyddampfer Oldenburg überwachte.

Nach kurzen Informationsreisen fuhr unser Observator alsdann über Straß­burg nach Genua, um sich mit dem nämlichen Dampfer Oldenburg nach Sydney einzuschiffen. Mit diesem verließ er in Begleitung der gesamten Ausrüstung am 22. April 1902 Europa. Den Verlauf der Heise beschreibt er unten selbst.

2. Die erste Ausrüstung und der Kostenaufwand bis zur Errichtung

des Observatoriums.

6. Die Kosten des Unternehmens überstiegen schon damals die anfänglichen Anschläge trotz der Sorgfalt, welche man auf letztere verwandt hatte, so be­trächtlich, daß an eine Durchführung mittels der zuerst uns bewilligten 30000 Jt nicht zu denken war. Unter eingehender Begründung wandten wir uns daher unter dem 26. Juni 1902 nochmals an die Unterrichts Verwaltung behufs Er­höhung des ursprünglichen Zuschusses. In dankenswertester Weise ward uns derselbe in der Höhe von 20000 M gewährt, wiederum zur Hälfte aus Keichs- und aus preußischen Mitteln, welche Summe am Ende des Jahres auf 28000 Jt erhöht ward, sodaß uns insgesamt 58000 J( zur Verfügung standen, ungerechnet die von der K. Gesellschaft für Drachenbeobachtungen bewilligten 3500 Jt.

Die Mehrkosten entfallen zunächst auf die zu beschaffenden wissenschaft­lichen Instrumente besonders die erdmagnetischen, weit mehr jedoch noch auf die bauliche Ausrüstung; das gilt ebenso sehr für die in Europa verfertigten Holzhütten zur Aufnahme der Instrumente, als für die Errichtung der ver­schiedenen Pfeiler, Grundmauern und Baulichkeiten auf dem Gelände des Samoa- Observatoriums in Apia selbst. Nicht unwesentlich größer, als vermutet, waren