Mehrteiliges Werk 
Ergebnisse der Arbeiten des Samoa-Observatoriums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
Entstehung
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Das Samoa-Observatorium der Königlichen Gesellschaft der Wissen­schaften zu Göttingen.

Vorgelegt in der Sitzung vom 21. März 1908 von H. Wagner.

I

Vorgeschichte und bisherige Entwickelung des Observatoriums

von

Hermann Wagner.

1. Vorgeschichte des Unternehmens.

1. Sehr bald nach Errichtung des GöttingerInstituts für Geophysik im Jahre 1898 wandte sich der Leiter desselben, Professor E. Wiechert, dem Stu­dium der Seismik zu, nach Möglichkeit in diesen Bestrebungen durch Mittel der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften unterstützt. Diese hatte kurz zu­vor unter sich eine engereGeophysikalische Kommission gebildet, der außer den Sekretären der Mathematiker E. Klein, die Physiker E. B,iecke, W. Voigt, W. Nernst, der Geolog A. v. Könen, der Geograph H. Wagner, der Astronom W. Schur angehörten, während der Geophysiker E. Wuchert sofort nach seiner Aufnahme in die Gesellschaft ihr beitrat.

Die seismische Forschung hatte bereits auf dem Kartelltage der vier deut­schen Akademien, welcher 1897 in Leipzig tagte, Gegenstand der Beratung ge­bildet und kehrte in diesen Vereinigungen dann längere Zeit jährlich als Pro­grammpunkt wieder.

Im Mai 1900 legten die Delegierten der Göttinger Gesellschaft der Wissen­schaften dem Kartelltage zu Wien den Vorschlag vor, für Einrichtung eines beschränkten Systems temporärer seismischer Stationen einzutreten. Dabei ward nicht etwa nur an solche innerhalb Europas, speziell Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, gedacht, sondern es sollte womöglich ihre Ausdehnung auf einen großen Ring um die Erde in Angriff genommen werden. Schon damals