Anlage 2.
Anleitung
zu systematischen einfachen Düngungsversuchen für tropische und subtropische Nutzpflanzen 0 ).
1. Eine in bezug auf Bäume und Boden möglichst gleich* mäßig beschaffene Fläche einer Pflanzung ist Vorbedingung für die Versuchsanstellung, um von derselben wirklich brauchbare Ergebnisse zu erhalten.
2. Die einfachen Versuche werden nach einem in Deutschland vielfach bewährten Verfahren ausgeführt, und zwar ist der allgemein anzuwendende Versuchsplan folgender:
Parzelle I
* II
* III
* IV
* V
* VI
* VII
* VIII
* IX
* X
P = Phosphorsäure = N = Stickstoff =
K = Kali =
Ungedüngt
Volldüngung mit P+N + K
P+N
P+K
N + K
Ungedüngt
Volldüngung P+N + K P+N P+K N + K
Doppelsuperphosphat, Schwefelsaures Ammoniak, Chlorkalium.
3. Jeder Versuch ist doppelt durchzuführen, d. h. mit Parallel* Parzellen, um ein in sich zu prüfendes Ergebnis zu erhalten, so daß also jeder Versuch 10 Parzellen enthält.
Auf diese Weise wird man erfahren, ob die gedüngten Parzellen gegen die ungedüngten mehr Erträge aufweisen, ferner, welche Nährstoffe fehlen können, ohne den Ertrag zu vermindern, oder ob eine Volldüngung mit allen für Düngung in Frage kommenden Hauptnährstoffen erst einen Geldertrag bringt. Die Düngermengen gibt nachfolgende Tabelle für Flächen von 1 a oder Anzahl der Bäume an.
Es empfiehlt sich, nicht unter diese Düngermengen herabzugehen, da sonst vielleicht keine ersichtliche Wirkung auf das Pflanzenwachstum eintritt.
*) Nach dem von der D. L. G. herausgegebenen Flugblatt. Den Versuchsanstellern vom Gouvernement übermittelt.
39