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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
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A. DeutschsNeuguinea.

Bodenverhältnisse, Landwirtschaft und Düngungs* frage in Deutschs Neuguinea.

bgesehen von den zahlreichen jungen korallinischen Aufs bauten des korallenreichen Meeres haben wir es auf den Inseln des Schutzgebiets mit alten Steinkernen zu tun, die von jüngeren sedimentären und kalkigen Gesteinen bei zeitweiligem Untertauchen überdeckt wurden und auch späterhin, nach erneutem Emportauchen aus dem Wasser, weitgehende Überlagerungen und Überschüttungen mit jungvulkanischen Produkten erfahren haben.

NeusGuinea und Neu«Pommern enthalten einen alten Ge« steinskern. Auf Neu «Mecklenburg finden sich Granit, Diabas, Porphyr, Sandstein, Tonschiefer und kristallinischer Kalk neben jungvulkanischen Produkten. In der Gruppe der Salomonen sind archäische Produkte wie Diorit, Gabbro, Serpentin, Diabas und Melaphyr nachgewiesen.

Die Sieker« und Schwemmwässer des recht regenreichen Ge« bietes bedingen überall trotz eines dichten Waldkleides eine kräftige Zersetzung und Erosion der oberflächlichen Schichten. Solche Alluvionen und die Verwitterungsböden der meist sedi« mentären Schichten niedrigerer Lagen ergeben die Kulturboden für Eingeborene und Pflanzer.

Alle diese sekundären Böden sind je nach ihrer Herkunft und nach dem Grade der Auslaugung recht verschiedener Natur. So haben wir neben fluviatilen Alluvialböden und marinen Auf« schüttungsböden lateritartige Roterden, Tone, Lehme, Mergel, Residualtonböden, andesitische Tuffe, Bimssteinböden usw., also Böden, die sich sowohl in ihrer chemischen Zusammensetzung

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Boden»

Verhältnisse