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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
Entstehung
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II. Düngungsversuche im Botanischen Garten zu Rabaul.

Die Versuche im Botanischen Garten werden 1913 zur Durch» führung gebracht werden. In erster Linie handelt es sich um Düngung von einjährigen Pflanzen, darunter im besonderen um einen größeren Versuch mit Mais.

Die anderweitig im Garten gezogenen Kulturparzellen von Kautschuk, Kakao usw. besitzen einstweilen noch nicht die ge» niigende Ausdehnung und stehen zum großen Teil zu ungleich» artig, um zu rationellen Düngungsversuchen herangezogen zu werden. Es können daher nur ausgesuchte Bäume zu kleineren, mehr physiologischen Versuchen benutzt werden.

Derartige Düngungen wurden bereits vorgenommen an einer Parzelle einer zur Zeit etwa 372 jährigen Mischkultur von Hevea und Kakao (Criollo»Forastero»Bastard). Ferner an einer außerordentlich schlecht stehenden Parzelle von Castilloa elastica. Die verabfolgten Düngermengen sind aus der An» läge 2 ersichtlich.

Der Erfolg war insofern überraschend, als bei Castilloa elastica, die auf einer äußerst stickstoffarmen Abgrabung ver» witterten Bimssteins steht, bisher nur chlorotische, spärliche Blätter bei einem kümmerlichen Stammeswachstum produziert waren. Bereits wenige Wochen nach der Düngung setzte ein Ergrünen der Blätter ein, ein Vorgang, dem alsbald eine kräftige Produktion durchaus gesunder Blätter folgte. Die Parzelle zeigt nunmehr ein ziemlich einheitliches, gutes Wachstum und wird zu weiterem Versuch mit zahlen» mäßigen Ergebnissen verwendet werden. Die Kontrolle wird durch periodisches Messen des Stammumfanges sowie durch Zapfproben geübt.

Dasselbe wie von dem Wachstum der Castilloa nach der Düngung gilt vom Kakao,

Vor«

Bemerkungen

Versuche zu Kakao und Kautschuk

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