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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
Entstehung
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I. Düngungsversuche auf Privatpflanzungen unter Leitung des Gouvernements.

1. Kokospalmen.

Bei einem Vergleich mit den Düngungsversuchen anderer Schutzgebiete muß von vornherein beachtet werden, wie weit verteilt die hier angelegten Versuche liegen, und wie schwierig bisher noch die Verkehrsverhältnisse zu Lande und zu Wasser sind. Dazu kommt im Schutzgebiet die Erschwerung, daß man heute noch teilweise der Ansicht ist, die Kokoskultur erfordere eigentlich keinerlei besondere landwirtschaftliche Vorkenntnisse.

Bei der Einleitung und Durchführung der Versuche haben sich im Anfang wiederholt Schwierigkeiten ergeben.

Da die Inseln, ebenso wie das Festland Deutsch«Neuguinea, wenig flache Gelände aufweisen, war es oft schwer, überhaupt nur einigermaßen geeignete Parzellen herauszufinden, die für später eine genaue Feststellung der Ernteergebnisse versprachen. Das Arbeitermaterial, das vielfach an Fuß« und Hautkrankheiten leidet, war nicht i m mer ohne weiteres zum Ausstreuen der Düngemittel zu bekommen. Die Versuchsansteller selbst hatten zum Teil ihre Leistungsfähigkeit überschätzt und sahen erst jetzt ein, wieviel Personal zur Durchführung der Versuche notwendig ist. Die ganze Art des Düngertransports, des Ausstreuens und Einbringens in den Boden ist so verschieden im Gegensatz zu den heimischen Versuchen, daß erst im Laufe der Zeit die Arbeiten sich glatt vollzogen und den neuen Verhältnissen an« gepaßt werden konnten. Aber schon bei der zweiten Düngung, zu Beginn der Regenzeit im Dezember 1912, hatte man sich in die neuartige Arbeit gefunden und an eine exakte Ausführung gewöhnt.

Wie bei der Einleitung und ersten Durchführung der Ver« suche, gab es auch bei der Feststellung der Ernteergebnisse

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Versuche zu Kokospalmen

Vor«

bemerkungen