13. Bohnen.
Der gute Markt, den Speisebohnen in Europa haben, und Versuche ihr sehr gutes Gedeihen in den verschiedensten Lagen des B °hnen Schutzgebiets hat in letzter Zeit die allgemeine Aufmerksamkeit der Pflanzer auf diese Früchte gelenkt, die sich mit Leichtigkeit zu einem guten Exportartikel entwickeln dürften. Von diesem Gesichtspunkte aus verdienen Düngungsversuche mit Bohnen Interesse. In größerem Umfange angebaut werden sie zur Zeit erst im Bezirk Moschi, wo in entsprechender Weise durch die Landwirtschaftliche Versuchsstation Kibongoto zwei Düngungs* versuche bei Privaten eingeleitet sind, von welchen der eine bei Herrn von Lang in Mar angu bereits abgeschlossen ist (Versuchs* leiter: Dr. Sinning, Kibongoto). Der Versuch ist auf Roterde angelegt, auf welcher ursprünglich Buschsteppe stand, die aber bereits seit 1909 Weizen getragen hatte. Der an sich schon ziemlich arme Boden war dadurch noch mehr erschöpft worden.
Das Kali wurde am 5. April, Phosphorsäure und Stickstoff wurden am 21. April 1912 eingehackt. Am 6. April war die Aussaat der Bohnen (sehr große weiße Sorte) erfolgt, die am 10. April gleich* mäßig auf allen Parzellen aufgingen. Von Krankheiten wurde, wenn auch geringfügig, Blattrost auf allen Parzellen beobachtet.
Die Reife begann gleichmäßig Anfang Juni. Das Ernteergebnis pro Hektar, und zwar in den Schoten gewogen, war das folgende:
Ungedüngt
K -
1- P
P -1
- N
1
2
3
4
5
6
kg.
1030
1060
1470
1500
1080
1130
im Mittel .
1045
14
85
1105
K + N
K + P-|- N
7
8
9
10
kg.
1220
1170
1300
1180
im Mittel .
1195
1240
Mit voller Deutlichkeit tritt der Erfolg der alleinigen Kali*Phosphatdüngung, wie es bei der Bohne, als einer Legu* minose auch zu erwarten war, hervor. Leider hat der Versuchs* ansteller versäumt, auch die enthülsten Bohnen zu wiegen, so daß eine Rentabilitätsberechnung nicht möglich ist. Daß eine Rente sich aber ergibt, darf als außer allem Zweifel betrachtet werden. Alle Versuche werden fortgesetzt.