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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
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Versuche zu Gemüse

Man wird natürlich erst noch einige Ernten abwarten müssen, ehe man zu sicheren Schlüssen berechtigt ist. Jedenfalls konnte schon äußerlich auch diesmal die gute Wirkung der Düngung mit N und K nicht verkannt werden.

In Schaschui wurde ferner auf 12 Parzellen ä 5 Ar ein großer Weidedüngungsversuch angelegt, der in dem vorgeschriebenen Schema gehalten ist. Auch hier war die sehr günstige Wirkung der N*Düngung unverkennbar. Die geplante Aberntung mußte wegen andauernden Regens leider unterbleiben; eine neue Dün* gung wird 1913 erfolgen.

B. Versuche im Bezirk Daressalam.

Beide Versuche zu Weide* bzw. Grasland im Bezirk Dan essalam haben wegen ihrer kurzen Dauer ein Ergebnis noch nicht gezeitigt. Eine Wirkung der Düngung ist jedoch schon jetzt am Stande des Grases unverkennbar.

12. Gemüse.

Der Gemüsedüngungsversuch im Bezirk Wilhelmstal hat ein Ergebnis noch nicht geliefert. Sehr befriedigende Resultate zeigten dagegen die 3, von der katholischen Mission in Simbasi bei Daressalam angestellten Versuche mit Salat, Kohl und Möhren.

Die Ernte gestaltete sich pro Quadratmeter folgendermaßen:

Frucht:

Ungedüngt

K + P

P + N

1

2

M.

3

4

M.

5

6

M.

Salat . . . .g

1000

1000

1000

1030

580

805

1000

1050

1025

Kohl ... kg

5,0

6,0

5,5

6,0

5,5

5,75

5,5

6,0

5,75

Möhren . *

4,5

5,5

5,0

5,0

7,0

6,0

4,5

5,0

4,75

Frucht:

K + N

K + P + N

7

8

M.

9

10

M.

Salat . . . . g

590

1500

1045

1200

2000

1600

Kohl ... kg

7,5

7,5

7,5

7,0

6,0

6,5

Möhren . *

7,5

6,0

6,75

6,0

7,0

6,5

Die Vereinigung von K und N scheint sich danach am besten zu bewähren. Auf größere Flächen berechnet sind die Unterschiede höchst beachtenswert.

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