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Mit Schwert und Pflug in Deutsch-Südwestafrika : vier Kriegs- und Wanderjahre ; mit zahlreichen Karten und Skizzen sowie Abbildungen nach photographischen Aufnahmen / von Kurd Schwabe. Illustr. von C. Arriens, mit Beitr. der Maler H. Albrecht u. R. Hellgrewe
Entstehung
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Ankunft und erste Tafle in Windboek.

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Zweiie.s Aapiiet.

I)vornkrans.

Eagc der Vorbereitung. Die Erstürmung von Uoornkraus. Lin j?atrouillcnritt. Ueue Bundesgenossen. Der zweite Zug gegen iöoornkrans.

nächsten Tage vergingen wie im Fluge. Zivci diompagnien wurden gebildet, die Bekleidnngs und Ansrüstnngsgegenständc, die Waffen 5^" und vor allem das Scbnbzeng der Manuscliafteu, das sich infolge des " > langen Marsches in bcdaneriiswcrtem Zustande befand, nachgcscbcn, ausgebessert oder ersetzt. Täglich wurde fleißig geschossen, auf dem großen Platze an der ,Teste exerziert und, wie man militärisch zu sagen pflegt, die .Compagnienzusammengeschweißt". DieI. Fcldkompagnie" sübrte Premier licnrenant o. Fraii(,-oiS, die 2. ich.

Unsere dienstfreien stunden füllten Besuche bei den ansässigen Weißen, Spaziergängc in der Umgebung Windbocks und sröblicbc Abende im Freundeskreise aus. Ist-. Richter und ich wobntcn Stube an Stube in dem stommissariatsgcbäude, das außer den Beamtenwobnnngen und einer .stückie mit Borratsranm die Bureaus des Reichskommissariats cntbiclt. Die Bordcr feite des Hauses, nach Pokjesdraai und dem Weg zur stüste, demBaiweg" H», zieren eine geräumige Bcranda und ein achteckiger Turm mit zinncn gekröntem, flachem Dach, welches man auf einer eisernen Wendeltreppe er steigt. Hier sab uns mancher Abend versammelt im Genusse eines färben prächtigen Sonnenunterganges.

Windboek zäbltc damals erst wenige Gebäude. Auf balbcr Bergesböbe lag das Wohnbans der Herren v. Franc-ois mit bobem viereckigem Turm und wnnderbnbschen wobnlichen Stuben, weiterbin nach der Teste zu das

des Sekretärs Reichest, dann das Prvvianlamt, in dem der Proviant mcister v. Gvldammer wobnte, und endlich ein Gebäude, in dem sich ein stanfladen der Firma Mertens und Siebe! befand. Alle Häuser sind aus ge­brannten, in Windboek selbst bergestellten Ziegeln als Robbanten anfgefnbrt.

Auch das Tbal von stlein Windboek lernten wir in dieser Zeit kennen. Es liegt von Groß Windboek anS südöstlich, und der Weg von dort fübrr südlich des FortS an der beseitigten SpilzknppeSperlingslnst" vorbei durch einen engen Hohlweg und über einen Paß schroff bergab in das lieb liche, dichtbewaldete Tbal, das von dem fast 200 ui boben >Ucin Windbocker Berg beberrscht wird.