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Togo, die Aufrichtung der deutschen Schutzherrschaft und die Erschließung des Landes / von Georg Trierenberg
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Veran­

lassung.

168 Fünfter Teil. Kleinere Expeditionen in den einzelnen Bezirken,

lichem Marsche auf einem schmalen, durch dichten Busch führenden Fußpfade, dem einzigen Zugangswege, um 1 Uhr nachmittags eintraf.

Alle Ortschaften waren damals mit rings geschlossenen, dich­ten und breiten Dornen- und Kaktushecken, welche kein Hin­durchkommen gestatteten, umgeben. Das Betreten des Dorfes war nur auf einem schmalen, ebenfalls von hohem Kaktus- oder Dornengestrüpp eingefaßten Fußpfade möglich, der im Zick-Zack auf die Umfriedigung zuführte. Zu beiden Seiten dieses, in Kriegs­zeiten noch durch Dornenverhaue gesperrten Zugangsweges waren sehr oft im dichten Busch verlaufende Parallelwege angelegt, von denen aus die Bewohner, häufig eingegraben, den nahenden Feind unter Flankenfeuer nahmen. In dieser Weise wurde auch Dokbo- dewe verteidigt. Die im Busch versteckten und in der Kriegsfüh­rung nicht ungeübten Eingeborenen ließen die beiden vor dem Haupttrupp marschierenden Spitzen unbehelligt vorbeiziehen und eröffneten dann auf den Haupttrupp ein heftiges Feuer aus den Häusern des Dorfes und aus dem umliegenden Busch,

Nach etwa halbstündigem, ziemlich heftigem Feuergefecht gegen den meist unsichtbaren Feind, wobei der Haussasoldat Adjemi seinen Tod fand und einige Soldaten verwundet wurden, wurde der Ort erstürmt und eingeäschert. Auf feindlicher Seite war eine Anzahl Eingeborener gefallen. Am 22. April kehrte die Abteilung wieder nach Sebe zurück.

Dieser energisch durchgeführte Zug befestigte nicht nur den Ruf der Polizeitruppe, sondern auch das Vertrauen der Bevölke­rung auf tatkräftiges Eingreifen der Regierung im Falle der Not.

Kommissar v, Puttkamer berichtete über dieses erste Feuer­gefecht der Truppe, daß sich die Soldaten dank der vortrefflichen Ausbildung durch Piotrowski tadellos gehalten und sich als recht tüchtig und schlagfertig gezeigt hätten.

32. Zug des Oberleutnants d, R. v. Massow gegen Pui 1896.

Der stellvertretende Landeshauptmann Dr. Gleim, der nach­malige Gouverneur von Kamerun und jetzige Ministerial-Direktor im Reichs-Kolonialamt, machte Ende August 1896 mit dem Ober­leutnant d. R. v. Massow und dem Landrentmeister Mann*) in

*) Mann ist zur Zeit Hofrat im Reichs-Kolonialamt.