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Togo, die Aufrichtung der deutschen Schutzherrschaft und die Erschließung des Landes / von Georg Trierenberg
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Fünfter Teil.

Kleinere Expeditionen in den einzelnen Bezirken.

(Siehe Karte 2.)

n den ersten Jahren nach der Besitzergreifung des Togo­gebiets mußte, besonders im nördlichen Hinterlande, zur Unterdrückung von Unruhen, zur Bestrafung von Räube­reien und zur Öffnung der einzelnen Landschaften, die sich fast durchweg einer friedlichen Erschließung mit Waffengewalt wider­setzten, eine Anzahl kleinerer Expeditionen unternommen werden. Auch in späteren Jahren bis in die neueste Zeit hinein wurden in den Hinterlandsbezirken immer noch Strafexpeditionen gegen un­botmäßige Häuptlinge und Ortschaften erforderlich. In Nachfol­gendem soll eine Schilderung der bemerkenswerteren Expeditionen gegeben werden, die in ihrem Verlauf, je nachdem die Quellen flössen, kürzer oder länger dargestellt worden sind.

I. Bezirk Anecho.

31, Zug des Polizeimeisters von Piotrowski nach Dokbodewe 1891.

Der Zug nach Dokbodewe, welches heute zu Dahomey ge­hört, brachte für die junge Polizeitruppe die Feuertaufe.

Eine Abteilung in der Stärke von 45 Mann wurde am 18, April 1891 unter Führung des Polizeimeisters v. Piotrowski zur Bestra­fung des damaligen Grenzortes Dokbodewe bei Atiame (Athieme) in der Nähe des Mono wegen Aufruhrs, Mordes und fortgesetzter Räubereien entsandt.

In Gewaltmärschen wurde an demselben Tage Atiame und am 19, April Dokbodewe erreicht, wo die Truppe nach beschwer-