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den Indischen Ozean zu gehen, im wesentlichen nach der arabischen Küste, zunächst nach Makullah 1 ), hauptsächlich aber nach der Stadt Maskat. Von diesem wichtigsten Sklavenmarkt wurde die menschliche Ware weiter verteilt in alle Häfen des Persischen Meerbusens und des Indischen Ozeans bis über Beludschistan hinaus nach dem indischen Cutch 2 ), wohin allerdings auch direkte Verschiffungen von Ostafrika vorkamen. Ja, selbst bis nach Suez sind in früherer Zeit Verfrachtungen vorgekommen 3 ). Neben Maskat, wo nach Sulivan 4 ) 99% aller nachAsien geschafften Sklaven gelandet wurden, waren Basra und Badgad die Hauptsklavenmärkte und sind es wohl auch heute noch.
Nur die nördlich von Pangani verschifften Sklaven haben in der Regel Zanzibar ebensowenig berührt, wie die aus den Südhäfen unmittelbar nach den Komoren und Madagaskar ausgeführten. Die ersteren, die man meist aus Mombasa und auch nördlich davon verfrachtete, stammten nicht aus dem großen mittelafrikanischen Jagdgebiet, sondern meist aus dem nahen Hinterland von Mombasa 5 ), da eine Verbindung zwischen diesem und dem ferneren Hinterland teils wegen der Ungangbarkeit der Buschsteppe, teils wegen der kriegslustigen Massai nicht möglich war.
II. Verfahren beim Sklavenraub und -handel.
I. Sklavenraub.
a) Verfahren.
Die Sklavenraubzüge wurden hauptsächlich von Arabern, Beludschen oder arabisierten Suaheli, den Küstennegem, ausgeübt und von den Indem finanziert.
Kein Volk war wohl so geeignet, den Gefahren zu trotzen, die der Widerstand der Urbevölkerung erzeugte, und die Mühsalen und Beschwerlichkeiten der Reisen durch unbekannte und die notwendigen Lebensbedürfnisse der Reisenden nur karg befriedigende Länder zu ertragen, als die Araber von Oman. Ihre gebirgige Heimat verlieh ihnen die Lebensenergie und Zähigkeit, deren man im Tropenklima als Organisator besonders bedarf.
1 ) Sulivan S. 203.
2 ) Dort fand Burton noch besondere Siedlungen, in denen Suaheli gesprochen wurde; Lugard I S. 183, Colomb S. 52.
*) Colomb S. 55; Rigby, Sei. Com. Ber.
*) Bl. B. 1516, I S. 11, abgedruckt Traite Rens. S. 208.
*) Guillain II, 2 S. 328.