702 Zweiundzwanzigstes Kapitel. Europa.
Für Rohbaumwolle ist Gothenburg der wichtigste Einfuhrhafen; von geringerer Bedeutung sind Norrköping, Malmö, Gefle, Warberg und Landskrona.
Auch die kleine, aber beachtenswerte Baumwollindustrie Norwegens — es gab 1896 zehn Spinnereien mit 112000 Spindeln — hat in den letzten Jahren mehr Rohbaumwolle verbraucht als in den achtziger Jahren. Gleichwohl befriedigt sie noch nicht den inländischen Bedarf, so dass neben der kleinen wachsenden Ausfuhr von Garnen und Webwaren eine stärker wachsende Einfuhr in diesen Artikeln besteht. Dem Werte nach zeigte Norwegens Handel folgende Verhältnisse:
Baumwolle
Einfuhr:
Garn
Gewebe
Ausfuhr:
alle Artikel
Tausende Kr.
Tausende Kr.
Tausende Kr.
Tausende Kr.
1886 . . .
... 2096
1 527
4155
704
1890 . . .
... 2616
2 435
6 249
1 316
1896 . . .
... 2075
2 262
8 208
2 063
1899 wurden Gewebe im Werte von 7,65 Mill. Kronen eingeführt, davon zwei Drittel aus Grossbritannien, ein Drittel aus Deutschland. 1900 betrug die Einfuhr von Rohbaumwolle 2497773 Kilo im Werte von 2377300 Kronen.
Die ganz kleine dänische Industrie hat gleichfalls ihren Verbrauch in den letzten zwanzig Jahren stark erhöht. Im Jahresdurchschnitte betrug die Reineinfuhr an Rohbaumwolle 1871/1875 1150000, 1899 9640000 Kilo. Trotzdem ist auch die Einfuhr an Garnen und Webwaren gewachsen. Erstere betrug 1897 4,29 Mill. Kilo. Die Einfuhr von Webwaren aus Baumwolle wird zwar mit denen aus Leinen und Hanf vereint nachgewiesen, aber auch in dieser Summe zeigt sich das Wachsen der Einfuhr. Die Einfuhr derartiger Waren betrug 1897 11,5 Mill. Kilo. Das Jahr 1898 zeigte folgende Einfuhrwerte: 6,67 Mill. Kronen für Rohbaumwolle, 4,91 für Garn und 11,01 für Gewebe.
7. Die Pyrenäenhalbinsel.
Spanien ist, wie früher, vgl. Seite 16 und 217, angedeutet wurde, dasjenige europäische Land, in dem der Anbau und die Verarbeitung der Baumwolle zuerst zu einer gewissen Bedeutung gelangten. Eingeführt wurden diese Beschäftigungen durch die Araber, die sie aus ihrer Heimat