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Frankreich.
1899 zeigen, das 250716 dz Einfuhr und 24404 dz Ausfuhr aufweist. Die Einfuhrbeträge für Garn machten im Durchschnitt der letzten Jahre 6 Mill. Francs aus; das Jahr 1899 ging, wie oben gezeigt, etwas darüber hinaus. Dagegen ist der Import von Geweben und andern Artikeln ansehnlich gestiegen; denn während er in dem Jahrzehnt 1887/1896 durchschnittlich 24 Mill. Frcs. wertete, hob er sich 1899 zu fast 35 Mill. Die wichtigsten Bezugsländer für Fabrikate sind Grossbritannien und Deutschland; in weitem Abstande von diesen folgt Frankreich. Deutschland liefert hauptsächlich Gewebe, Wirkwaren, Konfektions- und Posamentenwaren.
Die Ausfuhr schweizerischer Fabrikate hatte im allgemeinen in den achtziger Jahren bessere Zeiten als in den neunzigern. Das Jahr 1896 z. B. stand in der Gesamtzahl um 24 Mill. Frcs. hinter 1887 zurück; dagegen hat 1899 die frühere Höhe fast wieder erreicht. Einen stetigen Rückgang zeigt nur das Garn, dessen Export nur drei Viertel der früheren Wertsummen ausmacht. Die Piece de resistance der schweizerischen Fabrikate bilden die Maschinenstickereien, namentlich die Plattsticharbeiten, die die reichliche Hälfte der gesamten Ausfuhr (1899 83,72 Mill. Frcs.) ausmachen. Die vornehmlichsten Abnehmer der Schweiz sind die Vereinigten Staaten (30 %), Grossbritannien (19 °/ 0 ) und Deutschland (14 °/ 0 ); in den Rest teilen sich Frankreich, Österreich, Italien, Belgien u. a.
3. Frankreich.
Frankreich hat lange Zeit hindurch im Baumwollgeschäft eine hervorragende Rolle gespielt. Denn einerseits bürgerte sich die Verwendung der Baumwolle frühzeitig ein, vgl. Seite 24, anderseits gelangte die Verarbeitung rasch zur Blüte, vgl. Seite 38, und hatte von dem Aufkommen der englischen Industrie und nach dem Erlöschen der älteren deutschen die verhältnismässig grösste Verbreitung in Europa. Männer wie de Gennes und Vaucanson bemühten sich um die Verbesserung der Weberei, vgl. Seite 233 ff. Nachdem sich aber England zur ersten Stelle aufgeschwungen hatte, vermochte Frankreich wenigstens den zweiten Rang in Europa aufrecht zu erhalten, bis es mit dem Verluste des Eisass diesen an Deutschland abtrat und dadurch in die dritte Linie rückte. Aber auch hier vermochte es sich nicht zu behaupten, wenigstens was die Zahl der Spindeln und der mechanischen Webstühle anbelangt, denn es ist hierin neuerdings von Russland überholt worden. Demnach steht es unter den Staaten Europas gegenwärtig in vierter Reihe, unter denen der gesamten Erde aber hat es den fünften Platz inne.