602 Neunzehntes Kapitel. Die übrigen aussereuropäischen Länder.
Fabriken hinreichend inländische Aufträge haben und daher nicht mehr gezwungen sind, billige Ware für den Versand nach China u. s. w. herzustellen, blos um ihre Webstühle im Gange zu halten. Die Fortschritte der Industrie mögen folgende Zahlen, beleuchten. Im Jahre 1883 führte Canada Fabrikate ein für 1916000 Pfd. St., aus für 6000 Pfd. St.; im Jahre 1897 betrug die Einfuhr 873000 Pfd. St. und die Ausfuhr 197000 Pfd. St.; 1898,1899 wertete die Einfuhr 5,96, die Ausfuhr 0,41 Milk Doll. Neufundland bezieht durchschnittlich für 43700 Pfd. St., die Bermudas- Gruppe aber für 5450 Pfd. St. Baumwollwaren aus Grossbritannien.
2. Mexiko.
Dass in Altmexiko der Baumwollbau zur Zeit der spanischen Eroberung in hoher Blüte stand, wurde früher bereits gesagt, vgl. Seite 28. Nach der Schätzung des Mexikaners Albert Ruiz y Sandoval betrug damals die jährliche Erzeugung an Rohbaumwolle 116 Milk Pfd., aber unter der spanischen Herrschaft ging der Anbau sehr zurück und hörte in vielen Gegenden des Landes ganz auf. Ein neuer Antrieb entstand erst zu Anfang des amerikanischen Bürgerkrieges, und nach und nach verbreitete sich der Betrieb über alle diejenigen Staaten der heutigen Republik in der Weise, dass Ruiz den Ertrag des Jahres 1892 auf 25 Milk Pfd. Fasern veranschlagte. Das Hauptgebiet liegt im Süden des Staates Coahuila, an der Grenze von Chihuahua; der dortige Distrikt Laguna bringt ungefähr die Hälfte des Gesamtertrages hervor. Aber in Wirklichkeit wird die Staude in fast allen Teilen der Republik gepflanzt. Nach einer von dem Mexikaner Antonio Garcia Cubas mitgeteilten Statistik waren Anfang der neunziger Jahre 19 Staaten beteiligt (Fig. 207), unter diesen Coahuila mit 35%, Durango mit 29%, Veracruz mit 11%, Chihuahua und Guerrero mit 6 %, Oaxaca mit 3 % und Chiapas und Sinaloa mit je 2 %. In den Rest von 6% teilten sich 11 Staaten. Seitdem ist Coahuila noch stärker in den Vordergrund getreten; 1897 hatte es 55% der Gesamterzeugung; daran schloss sich Durango mit 17 %, Guerrero mit 13 %, Tepic mit 8 % und Veracruz mit 5%; für die übrigen Gebiete bleiben nur 2% übrig.
Der Distrikt Laguna ist nach der Laguna de Toreön benannt, einem grossen ehemaligen Wasserbecken, das im Laufe der Zeit mit einer mächtigen Schicht fruchtbaren Lehms ausgefüllt worden ist, wahrscheinlich durch die Thätigkeit des noch jetzt grosse Massen von Schlamm führenden