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NEUNZEHNTES KAPITEL.
Amerika ohne die Union.
1. Das britische Nordamerika.
j^nter den Rohstoffen, die Canadas wirtschaftliche Stärke ausmachen, kann naturgemäss die Baumwolle nicht sein; immerhin ist aber seit einiger Zeit in Anlehnung an die Union eine Baumwollverarbeitung entstanden, die sich mehr und mehr ausbreitet und, wenn sie gegenwärtig auch noch nicht den eigenen Bedarf zu decken vermag, so war sie doch imstande, die fremde Einfuhr einzuschränken und mit einigen Artikeln sogar den Weg der Ausfuhr zu betreten. Die lebendige Entwicklung dieser Industrie zeigt schon die seit etwa dreissig Jahren stark gesteigerte Einfuhr von Rohbaumwolle; diese betrug Anfang der siebziger Jahre 1,15 Mill. Kilo, Anfang der achtziger 9,86 Mill. Kilo, 1894/1895 sogar 25,84 Mill. Kilo. Canada erreicht also bezüglich seines Jahresverbrauchs etwa die Schweiz. Nach dem Zensus vom Jahre 1890 bestanden 22 Spinnereien, die mit 8502 Arbeitern einen Wertbetrag von 8,45 Mill. Doll, erzeugten. 1894 waren 20 Fabriken mit 491252 Spindeln, 12104 Webstühlen und 8216 Arbeitern vorhanden. Für 1900 beziffert man die Spindelzahl auf 640000 und den wöchentlichen Verbrauch an Rohstoff auf 2141 Ballen a. G. Gegenwärtig deckt Canada seinen Bedarf an gewöhnlichen Strickwaren durch eigene Fabrikation; auch in der Herstellung von Geweben sind bedeutende Fortschritte zu bemerken. Die Ausfuhr ist zwar zurückgegangen; doch gilt das als ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die